Gerichtsurteil schützt Gesa-Gebäude

Das Bauwerk darf als Klassiker der Mallorca-Moderne nicht abgerissen werden

Das Gesa-Gebäude, der ehemalige Bürositz des Energieversorgers Gesa/Endesa von Palmas Stadtstrand aus gesehen.

Das Gesa-Gebäude, der ehemalige Bürositz des Energieversorgers Gesa/Endesa von Palmas Stadtstrand aus gesehen.

Foto: Foto: Miquel Àngel Cañellas

Das Gesa-Gebäude in erster Linie an Palmas Stadtstrand, der ehemalige Sitz des Energieversorgers Endesa auf Mallorca, darf nicht abgerissen werden. Ein Gerichtsurteil in Palma, gegen das Revision nicht möglich ist, hat den Denkmalschutz für das Hochhaus in letzter Instanz bestätigt. Jede weitere Stadtplanung an Palmas Meeresfront muss also das Haus miteinbeziehen.

Mit dem Urteil endet ein jahrelanger Rechtsstreit für und wider das Hochhaus, das kulturhistorisch zu architektonischen Moderne auf Mallorca gezählt wird. Der glasverkleidete Kubus aus den frühen 1970er Jahren war 2007 vom Inselrat überraschend unter Denkmalschutz gestellt worden. Damit hatte die damals von der Kleinpartei Unió Mallorquina dominierte Behörde den bereits vorliegenden Abrissplänen eine Absage erteilt.

Die konservative Partido Popular (PP) war von Anfang an für den Abriss des Gesa-Hochhauses gewesen. Dennoch legte der später von der PP regierte Inselrat Widerspruch ein, als der Schutzstatus des Gebäudes wieder abgeschafft werden sollte.

Der Grund: Der Inselrat musste die Entscheidung seiner Vorgängerregierung juristisch verteidigen, um sich nicht der Gefahr hoher Entschädigungszahlungen an klagende Bauunternehmer auszusetzen. Das Gericht ist nun dem Widerspruch des Inselrates gegen die Beseitigung der Denkmalschutzerklärung gefolgt und hat den Bestand des Hauses ein für alle Mal bestätigt.

Kommentar

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Miguel / Vor über 4 Jahren

Schon heute ist die Balearen-Verwaltung pleite, von tradidioneller Inkompetenz und Korrumpierbarkeit gefördert. Das Urteil war wohl der einzige Weg, den Gang, die finanzielle Notverwaltung durch die Zentralregierung zu vermeiden. Die Sache mit dem Abriß der Kongresspalast-Ruine wird einen ähnlichen Ausgang haben, damit die mehrere hundert Millionen Euro verbleibende öffentliche Verluste nicht realisiert werden müssen. Es bleiben schauerliche Beton-Überreste einer von Großmannsucht geprägten provinziellen Schildbürger-Zeit.

H.F. / Vor über 4 Jahren

Der Kasten sollte mit samt den Abrissgegnern entsorgt werden. Sven hat recht.

Sven / Vor über 4 Jahren

ich fasse es nicht! ein halb verfallener haesslicher glaskasten wird unter denkmalschutz gestellt! wer da wohl wann und in welcher position fuer wieviel die finger im spiel hatte? kopfschuetteln aus palma - Sven