Bis neun Jahre Haft für Munar gefordert
Sechs Jahre Haft fordert die Staatsanwaltschaft für die ehemalige Inselratspräsidentin Maria Antònia Munar sowie für drei weitere ehemalige Dezernenten der Behörde im Korruptionsverfahren rund um den Grundstücksverkauf Can Domenge in Palma. Die Beschuldigungen lauten auf Betrug der öffentlichen Verwaltung und Geheimnisverrat.
„Ich denke nur noch an eines: den Krebs zu besiegen”
Zu dem Treffen trägt sie ein weißes Kopftuch, um den von der Chemotherapie verursachten Haarausfall zu verbergen: Maria Antònia Munar, die frühere Inselratspräsidentin und langjährige Vorsitzende der unter vielfachem Korruptionsverdacht stehenden Regionalpartei UM, hat Krebs. In einem Exklusiv-Interview mit der MM-Schwesterzeitung Ultima Hora sprach die 56-Jährige erstmals öffentlich über ihre Krankheit.
Munar droht Gefängnis
Der ehemaligen Präsidentin des Balearen-Parlaments, Maria Antònia Munar, droht Gefängnis. Der Ermittlungsrichter will die Ex-Politikerin in Untersuchungshaft nehmen, wenn sie keine Kaution hinterlegt. Munar hat bis Freitag Frist, 350.000 Euro bei der Gerichtskasse einzuzahlen. Eine Rekordsumme, auch wenn der Richter damit unter der Forderung der Staatsanwaltschaft von 450.000 Euro blieb.
Politisches Erdbeben
Parlamentspräsidentin Maria Antònia Munar, zwei Jahrzehnte lang die mächtigste Frau in der Balearen-Politik, ist nach neuen Korruptions-Vorwürfen zurückgetreten. Schwer belastet wird sie von Ex-Parteifreund Miquel Nadal. Mit ihrem Abgang endete eine Ära. Unklar ist indes, wie es weitergeht. Ministerpräsident Francesc Antich schließt Neuwahlen weiterhin aus.
Munar muss vor den Richter
Die Liste der Balearen-Politiker, die sich dem Untersuchungsrichter stellen müssen, ist um einen prominenten Namen länger: Nach Ex-Ministerpräsident Jaume Matas (PP) hat nun auch Parlamentspräsidentin Maria Antònia Munar (UM) eine Vorladung bekommen.
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