Wenn der Kapitän zum Piraten wird ...

Palma de Mallorca |
Der Ex-Kapitän der Fortuna muss sich vor einem Strafgericht in Palma verantworten.

Der Ex-Kapitän der Fortuna muss sich vor einem Strafgericht in Palma verantworten.

Vor einem Gericht in Palma de Mallorca muss sich derzeit der Ex-Kapitän der einstigen Königsyacht "Fortuna" verantworten. Er soll dank einer von ihm installierten Software über Monate das Mobiltelefon seiner Frau abgehört haben. "Er konnte alle meine Bewegungen genau verfolgen", gab die Gattin bei der Verhandlung zu Protokoll.

Doch damit nicht genug: Auch soll der Mann, der einst die spanische Königsfamilie übers Mittelmeer schipperte, Mikrofone der Handtasche der Frau versteckt und die Webcam an ihrem Computer manipuliert haben, um sie auszuspionieren. "Als er begann, aus meinen privaten Konversationen zu zitieren, wurde mir klar, dass er mich abhören muss", so die Ehefrau weiter.

Die Nebenklage wirft dem Hobby-Spion unter anderem Geheimnisverrat und Hausfriedensbruch vor und fordert sechs Jahre Haft. Die Staatsanwaltschaft hingegen verlangt nur zwei Jahre, da der Mann seine Frau bereits mit 6000 Euro entschädigt und sich bei ihr entschuldigt hat. Das berichtet die MM-Schwesterzeitung Ultima Hora. (cze)

Kommentar

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Mallewalle / Vor über 2 Jahren

Ganz klarer Fall: FREISPRUCH. Dieses Urteil hätte jeder Friedensrichter fällen können.

Mike / Vor über 2 Jahren

Was auch immer eine installierte Software mit dem Begriff "Pirat" zu tun hat....