Nach den am Dienstag vom Ministerium für Eingliederung, soziale Sicherheit und Migration veröffentlichten Daten stieg die Zahl von ausländischen Beschäftigten im Juni um 42.967 Arbeitskräfte auf den Balearen, was einem Zuwachs von 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht (15.471 Arbeitskräfte mehr). Dieser Anstieg überrascht insofern, als dass Ausländer auf den Balearen in der Regel sehr viel weniger verdienen als ihre einheimischen Kollegen. Nach Statistiken des Ministeriums über die Beitragsgrundlagen und die Beitragszahler verdienen ausländische Arbeitnehmer im Durchschnitt 20 Prozent weniger als Einheimische. Die jüngsten Daten (vom März letzten Jahres) zeigen, dass der ausländische Durchschnittslohn bei 1674 Euro brutto pro Monat liegt, also 20,5 Prozent unter dem nationalen Durchschnittsgehalt von 2.105 Euro.
Allerdings gibt es bei der Lohnverteilung unter ausländischen Arbeitnehmern je nach Nationalität große Unterschiede. Deutsche Arbeitnehmer – 11.753 auf den Balearen, die drittgrößte Nationalität nach Italienern und Marokkanern – verdienen einen Bruttolohn im Durchschnitt von 2.470 Euro pro Monat. Französische Arbeitnehmer (3508 Arbeitnehmer auf den Inseln) haben eine durchschnittliche Beitragsbasis von 2710 Euro. Nationalitäten wie die Marokkaner (mit 13.500 Beitragszahlern die zweitgrößte Gruppe auf den Inseln) liegen dagegen unter 1.600 Euro. Ähnlich sieht es bei Chinesen (1.340 Euro), Venezolanern (1.458 Euro), Kolumbianern (1.425 Euro), Ecuadorianern (1.529 Euro) oder Marokkanern (1.454 Euro) aus, um nur einige der wichtigsten Nationalitäten auf dem balearischen Arbeitsmarkt zu nennen. Die Staatsangehörigen der Europäischen Union verdienen durchschnittlich 1.940 Euro, etwa 500 Euro mehr als Arbeitnehmer aus anderen Ländern. Rumänien ist mit mehr als 8.000 Arbeitnehmern auf dem Archipel und einem Durchschnittswert von 1.603 Euro pro Arbeitnehmer das EU-Land mit dem niedrigsten Durchschnittslohn.
Diese Lohnunterschiede zeigen allerdings auch, dass die Mehrheit der ausländischen Arbeitskräfte Tätigkeiten ausübt, die von den einheimischen Arbeitskräften entweder wegen ihrer Härte oder wegen der niedrigen Löhne abgelehnt werden. Die meisten dieser Arbeitnehmer sind im Hotel- und Gaststättengewerbe (51.235 Beschäftigte) und im Baugewerbe (14.880) tätig.
1 Kommentar
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Zitat = "Diese Lohnunterschiede zeigen allerdings auch, dass die Mehrheit der ausländischen Arbeitskräfte Tätigkeiten ausübt, die von den einheimischen Arbeitskräften entweder wegen ihrer Härte oder wegen der niedrigen Löhne abgelehnt werden. " Antwort = Also das halte ich für ein Gerücht. Denn nicht jeder Einheimischer möchte aufgrund seiner Bildung solche Jobs ausüben, denn dafür ist er nicht zur Schule gegangen. Also überquailifiziert und deshalb suchen sich diese Aspiranten einen entsprechendne JOB u.A. in der EU, was ja jedem EU-Bürger als Grundrecht zusteht. Vor allem auch dann, wenn sie eine passende Fremdsprache beherrschen. Mit diesem unsinnigen Katalan kommen sie natürlich nicht weiter. Was sich diese rückwärts gewandten Separatisten mal hinter die Ohren schreiben sollten. Viel wichtiger ist bei Lohnvergleichen zu erfahren und das fehlt in dem Artikel = 1. Ob der Mindest- und Tariflohn eingehalten wurde? 2. Wieviel Stunden sie für den Monatslohn arbeiten müssen? 3. Ob die Pausen eingehalten werden? 4. Ob sie entsprechende Arbeitskleidung erhalten? 5. Ob es eine Verpflegung gibt? 6. Ob es Zuschüsse zum ÖPNV gibt etc. Es geht darum zu erkennen, wann die Ausbeutung oder auch Lohndumping betrieben wird, wie schon Fälle vorgekommen wird? sh. MM Artikel im Archiv. Denn erst dann kann man beurteilen, ob jemand überhaupt gerecht bezahlt wird? Der Summenvergleich, hilft da nicht weiter. Desweiteren, bei den angeführten Billigverdienern kommt es auch darauf an, was sie überhaupt für eine Tätigkeit ausüben müssen und ob die im Tarif ist?