Die Zahl der Urlauber blieb nahezugleich. Doch gaben diese mehr Geld aus als bisher. | Pilar Pellicer
Mit weniger oder der gleichen Zahl an Touristen höhere Einnahmen erwirtschaften, das ist das erklärte Ziel der Balearen-Regierung. Eine Formel, die seit dem vergangenen Jahr erstmals aufzugehen scheint. So stiegen die Gesamtausgaben aller Urlauber auf den Inseln zwischen Januar und November 2022 nach Angaben des regionalen Statistikamtes auf die neue historische Höchstmarke von 17,12 Milliarden Euro, also knapp 800 Millionen Euro mehr als im Vor-Corona-Jahr 2019. Gleichzeitig stagnierte die Zahl an Touristen bei rund 16,2 Millionen.
Damit wird das Jahr 2022 endgültig als das umsatzstärkste Jahr in der Geschichte des Tourismus auf den Inseln bestätigt, auch wenn die Inflation und der Kostenanstieg die Rentabilität nicht so hoch ausfallen lassen, wie es sich die Unternehmen des Sektors gewünscht hätten. Die Mehrausgaben in Höhe von 800 Millionen Euro entsprechen einem Anstieg von 5 Prozent gegenüber den Zahlen vor der Pandemie (17,12 Milliarden Euro im Jahr 2022 gegenüber 16.31 Milliarden Euro im Jahr 2019). Die Ausgaben pro Person sind im Durchschnitt um 50 Euro gestiegen, bei den Ausländern um 70 Euro (1054 Euro durchschnittliche Ausgaben pro Tourist pro Aufenthalt), während die Ausgaben pro Person und Tag um 9 Euro gestiegen sind, bei den Ausländern um 12 Euro.
Die Unterschiede zwischen internationalem und nationalem Tourismus in Bezug auf die Ausgaben sind beträchtlich: Ausländer gaben durchschnittlich 1.054 Euro pro Person und 174 Euro pro Person und Tag aus, während Spanier 646 pro Urlaub beziehungsweise 160 Euro pro Tag ausgaben. Nach Staatsangehörigkeit waren es die Deutschen, die aufgrund des höheren Besuchsvolumens die höchsten Gesamtausgaben auf sich vereinten. Bei den Ausgaben pro Person und Aufenthalt liegen die nordischen Länder an der Spitze, während die Besucher aus den Benelux-Ländern im Durchschnitt pro Person und Tag am meisten ausgaben.
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