Plastiktüten-Verbot für alle Unternehmen in Palma

| | Palma de Mallorca |
Verstöße gegen die neue Müllverordnung könnten mit bis zu 3000 Euro geahndet werden.

Verstöße gegen die neue Müllverordnung könnten mit bis zu 3000 Euro geahndet werden.

Die Stadt Palma will sich viel mehr für den Umweltschutz einsetzen und plant schon seit Monaten die Abschaffung der Einweg-Plastiktüten. Wie die spanische Zeitung "Ultima Hora" schreibt, kündigt das Rathaus Ende Januar die Veröffentlichung einer entsprechenden Müllverordnung an.

Wie schon in der Vergangenheit berichtet, dürfen die Einzelhändler künftig keine Einwegtüten an ihre Kunden reichen. Das geplante Gesetzesblatt beinhaltet jedoch auch ein Novum: So beschränkt sich das Verbot nicht mehr auf den Einzelhandel, sondern auf alle Servicebereiche und Unternehmen. Demnach dürfen zum Beispiel auch in Apotheken keine Plastiktüten gereicht werden.

Zudem plant die Balearenregierung künftig die Mitnahme von Glasflaschen an den Strand zu verbieten. Auch die Uhrzeiten für die Entsorgung bzw. Abholung von Glas sollen reguliert werden. So soll zwischen 22 und 10 Uhr Ruhe herrschen. 

Verstöße gegen die neue Müllverordnung könnten mit bis zu 3000 Euro geahndet werden. Das Gesetzesblatt soll am 26. Januar endgültig verabschiedet werden. (ac)

Kommentar

Nutzungsbedingungen

Rechtlicher Hinweis

» Der Inhalt der Kommentare spiegelt die Meinung der Nutzer wider, nicht die von mallorcamagazin.com

» Es ist nicht erlaubt, Kommentare abzuschicken, die gegen das Gesetz verstoßen oder unangebrachte, beleidigende oder ehrverletzende Inhalte haben.

» mallorcamagazin.com behält es sich vor, unangemessene Kommentare zu löschen.

* Pflichtfelder

Mike / Vor 8 Monaten

Moin Hajo. Korrekt. Dabei könnte alles so einfach sein, würde man sich nur mal schneller an bereits funktionierenden Vorbildern orientieren, wie Santander, der ersten Smart-City Spaniens.

Die Kernaussage in dem Artikel: "Begoña Castaño Escalante von der Müllabfuhr Santander: "Auf diese Weise sparen wir erheblich ein, bei den Fahrzeugen, bei den Personalkosten und wir reduzieren auch die Luftverschmutzung."

http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/sendung/santander-spanien-smart-100.html

Hajo Hajo / Vor 8 Monaten

Servus@ Mike, ja es ist traurig, das in den Kommunen offenbar alles nur zerredet wird, statt Hinweise aus der Bürgerschaft ernst zu nehmen und Kontrollen über Land konsequent durchzuführen, geschweige mit geschultem Personal zu versuchen die "Täter" zu ermitteln und einer Strafe zuzuführen. - Was mir auch im Sommer auffällt, sind die Massen an Kakerlaken, die sich in und um die Müllcontainer tummeln. Wenn man genau hinsieht erkennt man, es findet sich auch die passende Nahrung.

Nudelauge / Vor 8 Monaten

An den wilden Abfalldeponien merkt man, dass man im europäischen Süden ist!

Mike / Vor 8 Monaten

Moin Hajo. Das ist sogar unabhängig von einer (Haupt-)Saison (was dem bereits vorhandenen Armutszeugnis ja gleich nochmals ein eigenes Armutszeugnis ausstellt^^).

Letzte Woche bin ich von Llucmajor Richtung Algaida. Kurz nach dem letzten Kreisel am Ortsausgang hat es eine Müllcontainerfläche (Camino de Son Mario). Die Container (ca. 1 Meter hoch) waren zu gut 1.70 befüllt, dieselbe Kubikmetermenge lag nochmals daneben. Selbiges Bild an diversen Landstraßen um die Gegend Porreres, Felanitx, Son Mesquida.

Mike / Vor 8 Monaten

@Mike D. Grundsätzlich gebe ich dir recht, jeder Anfang ist ein Guter. Aber es braucht eben wesentlich mehr als nur einen Bindfaden, um ein havariertes und volllaufendes Schiff zu schleppen. Die Kritik daran sollte -denke ich- schon zulässig sein.

@Benno: Wie Hajo schreibt, fahr einfach mal mit offenen Augen übers Land. Du denkst es ist damit getan die "Verantwortlichen zu kontaktieren"?

Ein Beispiel. Folgende drei Müllhalden lagen seit min. 2013/14 im Wald an der Strecke Palma-> Puigpunyent (unteres Drittel) und ums Eck nach Calvia (Mitte und Oben): cldup.com/KVFxEfBh2i.jpeg

Mehrfach über die Jahre habe ich die Ajuntamente angeschrieben und via WhatsApp (diese Meldemöglichkeit gibt es ja seit letztem Jahr in Palma) samt Standort angeschrieben.

2014: Nix. 2015: Nix. 2016: Nixxx, Opps, Moment, Ende 2016 wurde hier im MM Vollzug gemeldet. Daraufhin bin ich die Strecke nochmal abgefahren. Korrekt: Aus obigem Bild wurde die unterste Müllhalde mit den Matratzen zu 89,3% geräumt. Nur nach Calvia ist scheinbar niemand abgebogen: cldup.com/nvaQ8Dns8Y.jpeg

Die zwei Müllhalden Richtung Calvia existier(t)en weiterhin, und werden weiter aufgestockt. Das ist das Armutszeugnis bei dieser Thematik. Und genau diese Schlamperei, die du hier siehst, zeigt sich in selbem Maße beim Leeren der (minimal) ländlichen Müllcontainer.

Hajo Hajo / Vor 8 Monaten

Servus Mike@ Du hats vollkommen recht. Mancher der hier schreibt wohnt scheints nicht auf der Insel und kann nicht erfahren, wie es in der Hauptsaison zugeht. Da türmen sich Berge von Müll neben den Containern einmal weil sie voll sind oder nicht reinpassen. Vor allem aus der Gastronomie und den Geschäften die so unverfroren sind, sogar noch die Adressaufkleber drauf zu lassen. In DE gibt es mancher Orts die Müllpolizie, die den Müllperaten das Handwerk durch Bussgelder legen will und auch schafft. Sowas wäre u.a. an der Playa sehr zu empfehlen.

Mike D / Vor 8 Monaten

Kann man nicht einfach mal mit etwas beginnen, ohne das es sofort kaputtgeredet wird? Entwicklungen haben selten mit dem Urknall begonnen. Man bedenke, dass Greenpeace und Sea Shepherd auch zuerst eine Idee hatten und nun Unterstützer in der ganzen Welt haben, die umfangreiche Gesetze auf den Weg brachten. Auch ein kleiner Stein kann eine Lawine verursachen.

MALLEfan / Vor 8 Monaten

Was Verbote auf Mallorca bewirken wird Tag für Tag bestätigt, vor allem in der Saison. Ein Verbot für das Plastiksäcke wird nichts bringen, wer würde sich den daran halten? Viel besser wäre pro Plastiksackerl z.B. 50 ct. Kaufpreis zu verlangen. Der Handel könnte als Alternative auch Stoffeinkaufsackerl in den Verkauf bringen.

Benno / Vor 8 Monaten

Da habe ich lediglich auf vonHajo und Mike angespochenen vollen oder überlaufenden Containern genatwortet, um dann zu hören, von der Müllproblematik wenig verstanden zu haben, Also gut, reicht doch wenn Sie den Lehrstuhl innehaben Bei uns klappt die Trennung, bei uns kauft man mit Stoffbeuteln ein, bei uns schmeißt niemand Zeugs neben Mülltonnen, bei uns muß man leider - wie sicherlich bei Ihnen auch Obst,Gemüse abwiegen IN Plastikbeuteln.. leider

Mike / Vor 8 Monaten

Benno, genauso wenig "Ahnung" was für eine Rolle hier der Wohnort spielen soll, aber dein Einwurf zeigt dass du von der Problematik, um die es hier grundsätzlich geht, wenig verstanden hast.