Bauprojekt Ses Fontanelles soll kommen

Wasserbewirtschaftungsplan enthält keine Einwände gegen das Vorhaben

Feuchtgebiet Ses Fontanelles an der Playa de Palma.

Feuchtgebiet Ses Fontanelles an der Playa de Palma.

Foto: Foto: Ultima Hora

Das umstrittene Bauvorhaben im Feuchtgebiet von Ses Fontanelles an der Playa de Palma kommt allmählich in trockene Tücher. Im neuen Bewirtschaftungsplan für die Wasserreserven der Insel, den das balearische Umweltministerium derzeit ausarbeitet, gibt es keine Einwände, dort ein Einkaufszentrum und Hotels zu errichten.

Die Behörde beruft sich dabei auf den alten Wasserbewirtschaftungsplan von 2006. Schon darin hatte man die Bebauung des Feuchtgebietes für zulässig erklärt. Auf dieser Grundlage hatte die Stadt Palma die Baugenehmigung für das Einkaufszentrum "Aqua Mágica" erteilt.

Das Gesetzesdekret der sozialistischen Balearen-Regeirung von 2007 setzte jedoch die erteilte Genehmigung außer Kraft. Seitdem lag das Projekt auf Eis. Die Investoren legten Verwaltungsklage gegen die Stadt Palma und die Regionalnalregierung ein und forden rund 239 Millionen Euro Entschädigung.

Die seit 2011 amtierende konservative Regierung sieht das Bauprojekt wohlwollend und will den Weg für die Investitionen ebnen. Neben dem Einkaufszentrum haben sich zwei weitere Investoren eingefunden, die dort ein Fünf-Sterne-Hotel samt Kasino sowie Residenzen für betreutes Wohnen errichten wollen. 

Spanische Inselmedien sprechen von einem Investvolumen von insgesamt 287 Millionen Euro. Allein die Bauarbeiten würden 8500 Arbeitsstellen schaffen. Nach der Fertigstellung seien rund 5000 Mitarbeiter notwendig.

Die Regierung überarbeitet derzeit den Integralplan zur Sanierung der Playa de Palma. Er soll bis Jahresende verabschiedet werden. Im Rahmen dieser Reform ist vorgesehen, den Entzug der Baugenehmigung rechtlich zurückzunehmen. 

Unterdessen protestieren Naturschutzgruppen gegen das Vorhaben. Ses Fontanelles sei ein stark vernachlässigtes aber gleichsam schützenswertes Feuchtgebiet. (as)  

Kommentar

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aviator / Vor über 6 Jahren

man sollte die 13500 personen befragen die dort nun lobs finden werden (davon 5000 langfristige arbeitsplätze) ob sie das gebiet nun schützenwert finden......und die balearenregierung spart ausserdem die geforderten 230 mill. eur.entschädigung zu zahlen.