Präsident bestätigt: Claassens Aktien waren überteuert

Real Mallorcas deutscher Teilhaber zahlte doppelt so viel wie Hauptanteilseigner

Utz Claassen, deutscher Teilhaber beim mallorquinischen Fußballclub Real Mallorca, hat es jetzt vom Präsidenten Jaume Cladera bestätigt bekommen: Er hat beim Kauf seiner Aktien zu viel bezahlt.

Damit steht ein Betrugsverdacht gegen Hauptanteilseigner Llorenç Serra Ferrer im Raum, schreibt die spanische Tageszeitung "Ultima Hora" am Dienstag. Serra Ferrer hatte Claassen versichert, der Wert des Gesamtaktienpakets habe fünf Millionen Euro betragen.

Der Deutsche zahlte folglich 500.000 Euro für zehn Prozent und noch einmal dieselbe Summe beim Kauf weiterer zehn Prozent von der Familie Nadal. Tatsächlich hat der Klub dem Vernehmen nach nur zwei Millionen Euro gekostet.

Claassen hatte mehrfach vom Vorstand verlangt, ihn über den tatsächlichen Wert der Aktien aufzuklären. Haupteigner Serra Ferrer hatte ihn jedoch mehrfach vertröstet und einen umfrangreichen Fragenkatalog unbeantwortet gelassen. Claassen hatte sich, wie bereits berichtet, juristische Schritte vorbehalten. (zap)

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Peter / Vor über 6 Jahren

In der freien Marktwirtschaft bemisst sich der Wert einer Ware nach dem, was jemand bereit ist, zu zahlen. Wo ist da der Betrug ? Für die Verträge gilt Gestaltungsfreiheit.

Otto Reineke / Vor über 6 Jahren

Also eins können wir Deutschen von den Mallorcinern noch lernen: Wie man andere Leute bescheisst und über den Tisch zieht.