An der Bushaltestelle: Werbekampagne schießt gegen illegale Ferienwohnungen
Das Plakat wurde von einem Unternehmen für Rechtsdienstleistungen geschaltet. Die kritisierte Vermietung an Touristen gilt als hauptverantwortlich für die Massifizierung von Mallorca
Das Plakat ruft dazu auf, "Nein" gegen illegale Ferienvermietung zu sagen. | Alba González
Palma, Mallorca26.02.25 12:09
In Palma de Mallorca ist an einer Bushaltestelle ein Werbeplakat erschienen, das zum Widerstand gegen die illegale Vermietung von Wohnungen an Touristen aufruft. "Sage NEIN dazu, dass Dein Nachbar an einem Tag Hans, am nächsten Emily und am nächsten Giuseppe heißt", lautet die Botschaft eines Unternehmens für Rechtsdienstleistungen und darunter "Wehre Dich gegen illegale Touristenwohnungen". Das angesprochene Phänomen sorgt für begrenzten Wohnraum und Preissteigerungen.
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1 Kommentar
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Dass gegen illegale Ferienvermietung vorgegangen ist gut. Nicht gut ist es, dass von der Anwaltskanzlei ein pauschaler Hass auf Deutsche geschürt wird (böser Hans). Das führt eventuell dazu, dass einfache einheimische Gemüter sich ein Ziel für ihre Verärgerung suchen, das leicht angreifbar ist, nämlich Autos mit deutschen Nummernschildern. Wer als Deutscher mit seinem eigenem Wagen einreist, bleibt normalerweise nicht wenige Tage oder Wochen in einer illegalen Ferienwohnung in einem Mehrfamilienhaus. Normalerweise haben diese Deutschen Eigentum hier oder mieten legal und beschäftigen einheimische Handwerker für die Instandhaltung. Ich zum Beispiel miete mir im Winter ein einfaches, altes, angemeldetes = legales Ferienhaus von einem mallorquinischen Rentnerpaar und trage dazu bei, dass sie ihren Kredit für ihr Haus abbezahlen können. Innerhalb von drei Monaten waren schon drei mallorquinische Handwerksfirmen auf dem Grundstück. Vorsätzliche Schäden an meinem deutschen Auto wegen pauschalen Aversionen gegen Deutsche wären also ziemlich kontraproduktiv. Ich könnte den Winter ja auch woanders verbringen, wo man nicht gegen Deutsche hetzt.