54 Prozent der Renten auf den Balearen unter 700 Euro

Palma, Mallorca |
Die Pensionen auf den Balearen sind niedrig. Für viele Rentner reicht das Geld kaum.

Die Pensionen auf den Balearen sind niedrig. Für viele Rentner reicht das Geld kaum.

Foto: J. H.

Die Gewerkschaft UGT kritisiert die "miserablen" Renten auf den Balearen. Anlass ist die staatliche Rentenerhöhung um nur 0,25 Prozent. Äußeres Zeichen des Protests sind braune Schleifen zum Anheften.

UGT untermauert die Forderung nach einer deutlichen Anhebung der Renten mit Zahlen: Die Durchschnittsrente auf den Balearen beträgt nur 856 Euro, weniger als im spanischen Durchschnitt (926 Euro). 54 Prozent der Renten liegen den Angaben zufolge sogar unter 700 Euro, und 73 Prozent übersteigen nicht die 1000er-Grenze. Die durchschnittliche Witwenrente betrage auf den Inseln 590 Euro.

"Das sind Beträge, die unter der Armutsgrenze liegen", so ein Gewerkschaftssprecher. Viele Rentner stünden immer wieder vor der Entscheidung, ob sie ihr Geld für Lebensmittel oder Medikamente ausgeben.

Unter diesen Vorzeichen sei es nicht hinnehmbar, dass die Rentner erneut an Kaufkraft einbüßen müssen. Der konservativen Zentralregierung in Madrid wird vorgeworfen, die Renten absichtlich zu beschneiden, um das Geschäft mit privaten Versorgungsplänen anzuheizen.

Nach Ansicht der Gewerkschaft müsste die Mindestrente bei 1000 Euro liegen.

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Mats / Vor 6 Monaten

Ich sehe hier schon an den Kommentaren, das es wirklich besser ist das man eine Zwangs-Rentenversicherung in Deutschland hat - sonst wäre nicht nur jeder zweite im Rentenalter verarmt, sondern fast jeder. Nochmal zum Sparen gehört Disziplin !!!!!!!!!!!!!!!! Und wenn jetzt wieder jemand schreiben möchte: "Dazu brauche ich erstmal Geld" der soll meine Ausführung richtig lesen. Ich meinte das Geld das ich hätte, wenn ich nicht in die Rentenkasse Zwangsbeiträge bezahlen müßte und das Geld hätte jeder der ein Einkommen besitzt." Die Weisheiten"@HeinzGünter sind einfache Zinseszins-Berechnung - im Matheunterricht des öfteren geschlafen ? Bis zum eigenen Einkommen müßten halt Eltern, Großeltern ..... aushelfen oder man muß dann wenn man selber verdient den Sparbetrag erhöhen, der dann immer noch nicht mehr wäre als der Beitrag zur Rentenversicherung, bei höherer Rente im Alter

MK / Vor 6 Monaten

Hallo Paladin, Drittsaeulenkonto gibt es in Deutschland nicht... Was private und staatliche Altersversorgung angeht haben wir doch einen schönen EU-Flickenteppich...

Paladin / Vor 6 Monaten

Hi MK, ich hab das falsch geschrieben Drittsäulenkonto. Kennt Ihr das in Deutschland nicht? Wir haben hier in der Schweiz Alters-Sparkonten, wie die zweite Säule welche obligatorisch ist. Nun kann man eine dritte Säule eröffnen auf die man jährlich einen festen Betrag einlegen kann, den man natürlich dann auch an den Steuern abziehen darf. Das sind eigentlich Rückstellungen für das Rentenalter. ERKLÄRUNG VARIANTE SÄULE 3A: Vorsorgen und sparen mit der Säule 3A lohnt sich für Sie doppelt: Sie erhalten einen attraktiven Vorzugszins und können darüber hinaus die Sparbeträge von Ihrem steuerbaren Einkommen abziehen. Zudem ist das Säule 3a-Guthaben von der Vermögenssteuer befreit und die Zinsen unterliegen nicht der Einkommenssteuer. Zusätzlich können Sie Ihr so angespartes Kapital vorbeziehen, zum Beispiel wenn Sie ein selbst genutztes Eigenheim kaufen oder bauen, oder wenn Sie sich selbständig machen. VARIANTE SÄULE 3B Bauen Sie das finanzielle Polster für Ihre Ziele und Wünsche nach Ihrer Pensionierung mit der Säule 3b noch weiter aus. Auf diese Weise sparst Du für einen noch komfortableren Ruhestand, sicherst dich bei einem Erwerbsausfall ab und sorgen dafür, dass im Todesfall für deine Hinterbliebenen keine finanziellen Engpässe entstehen. Dazu stehen DIR verschiedene Spar-, Anlage- und Versicherungslösungen zur Verfügung. Über Ihr Erspartes kannst du jederzeit frei verfügen. GRUSS AUS HELVETIEN

MK / Vor 6 Monaten

@HeinzGuenter: Richtig. Wer bis zum 18. GEBURTSTAG Ersparnisse bekommt, verprasst diese doch im Studium oder der ersten Wohnung. Also keine Ersparnisse für das Alter! Und selbst wenn jemand eifrig spart und dann arbeitslos wird, hat er keine Absicherung mehr für das Alter...

Heinz Günter / Vor 6 Monaten

Hallo Mats, Von Geburt an jeden Monat bis zum 65. Lebensjahr 200.--beiseite legen ???? ohne Einkommen bis ca 18.Lebensjahr oder vielleicht noch später,und dann nur, wenn man es sich leisten kann. Wo nehmen Sie diese Weisheiten her?Wer verdient schon bis zum 18.Lebensjahr großartig Geld??

MK / Vor 6 Monaten

@paladin was ist denn ein Dittseulenkonto?? Ich habe keine Ahnung...

Paladin / Vor 6 Monaten

Tacheles, damit haben Sie nur bedingt recht. Kommt immer darauf an was Sie zur Seite legen können. Nur wenn ich mir das Geld in der Schweiz zur Seite lege, und dann in Spanien leben würde, könnte es mir dort schon erheblich besser gehen. Bei uns in der CH kostet ein Platz in einem Seniorenheim ab 10`000.- bis 14`000.- pro Monat, Sonderleistungen nicht inbegriffen. Da haben Sie nicht nur keine Rente mehr, sondern das Ersparte geht bis auf 35`000.- , so viel kostet der Bestattung, einfach weg. Also legen Sie genügend Geld zur Seite, natürlich mit der Entsprechenden Disziplin, oder eröffne sie ein Dittseulenkonto, damit Ihnen noch etwas Fleisch am Knochen bleibt im alter.

Mats / Vor 6 Monaten

Vielleicht sollten wir das Ganze wirklich ökumenisch betrachten - Spaß beiseite. @MK Ich kann doch nur das Geld ausgeben im Wirtschaftskreislauf, das ich auch übrig habe, also nach dem Sparen für die Altersvorsorge. Das das heute schwierig ist, ist mir auch klar aber ich meinte ja das Geld zurück legen, dass ich übrig hätte wenn es die Rentenversicherungszwangsbeiträge nicht gäbe.

MK / Vor 6 Monaten

Ökonomisch...

MK / Vor 6 Monaten

@Mats: Geld zu sparen ist oekumenisch großer Schwachsinn. Denn es fehlt im Wirtschaftskreislauf. Altersversorgung ist heute schwierig, wo es befristete Arbeitsverträge gibt und Abzocke trotz Mindestlohn. Und die derzeitige Verzinsung ist nicht lukrativ.