Wermut und Oliven statt Anti-Tourismus-Demo

Palma, Mallorca |
Das Picknick fand am Samstagmittag auf dem Paseo Borne statt.

Das Picknick fand am Samstagmittag auf dem Paseo Borne statt.

Foto: P. Czelinski

Viele hatten mit einer großen Anti-Tourismus-Demo gerechnet, am Ende war die "Kundgebung" der Plattform "Ciutat per a qui l'habita" (Die Stadt den Einwohnern) eher ein kleines Picknick. Zirka 40 Personen hatten sich am Samstagmittag auf Palmas Prachtboulevard Paseo Borne versammelt um sich auszutauschen und auf die Anliegen der Vereinigung, die gegen eine Massifizierung des Tourismus in der Stadt kämpft, aufmerksam zu machen.

"Wir kämpfen für mehr öffentlich Raum. In der Stadt geht es nur noch ums Geschäft, da trägt der Tourismus natürlich mit Schuld", so Pere, einer der Teilnehmer gegenüber MM. "Wir sind für Moratorien bezüglich der Schaffung von Hotelbetten und für eine Deckelung der Urlauberzahlen. Es geht uns dabei nicht nur um die City, sondern auch um die Umwelt."

Erst im Mai hatte eine Anti-Touristen-Demo der selben Plattform für Aufsehen auch in den deutschen Medien gesorgt. (cze)

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Urlauber / Vor 2 Monaten

Wie würden die Mallorquinerinnen und Mallorquiner ohne Urlauber dann Leben. Ohne Fremdenverkehr würde eine nicht kleine Anzahl dieser Menschen mehr oder weniger von der Hand im Mund leben müssen.

Gecko / Vor 2 Monaten

Einerseits kann ich die Mallorciner verstehen. Da leben sie in Ihrer Stadt und kommen sich vor wie Touristen. Anderseits muss man ganz klar differenzieren zwischen dem Arbeiter und dem, der sich ein Geschäft eingerichtet hat und vom Tourismus lebt. Das Leben wird, wie in allen Grossstädten für den Normalverdiener kaum erschwinglich, weil alles für den Tourismus gemacht wird. Wohnungen werden Zeitvermietet und Wohnraum zu Hotelzimmern umgebaut. Hauptsache es kommt Geld rein. Anderseits müssen auch die Mallorciner merken, dass ihre Insel, die Infrastruktur, die Sanitären Einrichtungen und Spitäler dank der Touristen und ausländischen Investoren einiges an Wohlstand erlangt hat. Das einzige was ich an den Mallorciner aussetzen könnte, ist die Tatsache dass sie sich an ausländische Unternehmen verkauft haben, und nun das Erwachen kommt. Rückgängig kann da leider nicht mehr viel gemacht werden. Aber mit gesundem Menschenverstand können beide Seiten aufeinander zu kommen, um eine Lösung zu finden. Zur Zeit finde ich dass Mallorca eine sehr schöne und saubere Insel ist. Nur sollte dort niemand gegen den Tourismus kämpfen, sondern den besten vernünftigen Nutzen aus der Sache ziehen. Ein Miteinander ist immer noch gescheiter wie ein Gegeneinander.

Harm Sandomir / Vor 2 Monaten

Eigentlich kann ich die Einwohner Palmas verstehen,durch die Kreuzfahrtschiffe ist es doch sehr voll in der Altstadt.Auf der anderen Seite lebt Mallorca vom Tourismus.Da eine Balance finden ist nicht einfach.