Freiwillige kümmern sich derzeit darum, den Wildwuchs um das talaiotische Dorf "Es Claper des Gegants" im Nordosten von Mallorca zu entfernen. | Bassa

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Nicht viele Touristen im Urlauberort Cala Rajada wissen von der Existenz des prähistorischen Dorfs "Claper des Gegants", dessen Überreste im Nachbarort Canyamel zu finden sind. Das will das zuständige Rathaus von Capdepera nun ändern. Wie die spanische Tageszeitung Ultima Hora berichtet, will die Gemeinde in die Säuberung investieren, um in Zukunft Touristen-Führungen durch die Fundstätte zu machen.

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Ein Aktionsplan für die kommenden 15 Jahre sieht vor, das talaiotische Dorf in fünf Phasen attraktiver zu machen. Zunächst soll die Erreichbarkeit verbessert und die Vegetation in Ordnung gebracht werden. Dann sollen Steine freigelegt und für bessere Ausschilderung gesorgt werden. Zudem soll bis zum Jahr 2030 herausgefunden werden, wie groß das rund 3000 Jahre alte Dorf tatsächlich ist. Allein im Jahr 2016 sind dafür etwa 9000 Euro veranschlagt.

Derzeit ist die archäologische Fundstätte, die auch den Namen "Talaiot de s'Heretat" trägt, in einem schlechten Zustand. Pflanzen überwuchern die alten Mauerreste und behindern den Zugang. Eine Freiwilligengruppe ist bereits dabei, die Auswüchse zu beseitigen. Die Fläche des Dorfes wird momentan auf rund 5000 Quadratmeter geschätzt. (somo)