Anwohner kritisieren Flughafenbetreiber AENA

Palma de Mallorca |
Die Einflugschneise des Flughafens Son Sant Joan auf Mallorca.

Die Einflugschneise des Flughafens Son Sant Joan auf Mallorca.

Foto: Foto: P. Lozano

Wegen angeblich mangelnden Engagements für den Lärmschutz hat ein Anwohnerverein in Palma de Mallorca den Flughafenbetreiber AENA kritisiert.

Im Bereich Can Pastila, Coll d'en Rabassa und Sant Jordi hätten insgesamt 1.343 Wohnungsbesitzer Anspruch auf Isolierungsmaßnahmen. Allerdings seien erst 933 Anträge eingereicht worden und lediglich in 779 Fällen seien die Lärmschutzmaßnahmen bereits durchgeführt worden.

Der Anwohnerverein führt das auf mangelnde Information sowie ein Übermaß an Bürokratie zurück. "Derzeit muss man in Madrid anrufen und sehr viel Papierkram einreichen. Vor allem ältere Leute sind damit überfordert", sagt der Vorsitzende Joan Forteza. Er fordert die Einrichtung eines lokalen Lärmschutzbüros auf Mallorca.

Insgesamt wurden in den Lärmschutz rund um den Flughafen in den letzten Jahren rund 12 Millionen Euro investiert. (mic)

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Hajo Hajo / Vor über 2 Jahren

Diese Klagen sind doch bei all diese Pharisäern gleich, auch in DE. Zuerst billige Grundstücke kaufen und sich hinterher über den vorher schon bekannten Lärm beklagen. Ausserdem wird doch seit Jahren am Einsatz lärmarmer Triebwerke gearbeitet, was den Klägern scheints egal ist. Alle diese Meckerer sollten ein Flugverbot erhalten.

Hajo Hajo / Vor über 2 Jahren

Paula, sind Sie mir nicht gram, aber dass die Windrichtung bei Start und Landungen von Bedeutung ist, weiss doch bald jedes Kind. Ausserdem landen doch die Flieger oft genug aus Richtung Hafen kommend, wenn der Wind aus nördlichen Richtungen kommt - oder ist Ihnen das entgangen?

Thomas / Vor über 2 Jahren

Paula, Militärflieger sind fliegende Ziegelsteine die ohne Computerunterstützung schlicht weg vom Himmel fallen würden. Deshalb können die computergestützen Dinger viel mehr als ein Passagierflugzeug. Dem Militärflieger ist es auch deshalb egal ob er mit oder gegen den Wind startet oder landet weil er zum Starten aufgrund seines Gewicht-Leistungsverhältnises nicht auf den Gegenwind angewiesen ist sondern die benötigte Geschwindigkeit durch seinen Leistungsüberschuß wettmacht. Seine deutlich geringer Masse verhilft ihm deshalb auch zu einem deutlich kürzen Bremsweg. Die Physik ist einfach so. Da hilft alles klagen nichts.

Paula / Vor über 2 Jahren

Guter Artikel der alle Bewohner der Insel betrifft. Das Problem besteht nicht nur rund um den Flughafen, sondern überall auf der Insel. Warum müssen die Anflüge über Land erfolgen? Ein weiträumiger Anflug über Wasser wäre auch möglich. Kostet allerdings die Fluglinien mehr Geld für Treibstoff. Bitte keine Kommentare wegen Windrichtung u.s.w. Militärflieger können das auch, außer von einem Flugzeugträger.