Die heiße Jahreszeit kann kommen

Mallorcas Feuerwehr ist bereit: Ibanat präsentiert seine Einsatzkräfte

PALMA.

Eines der Löschflugzeuge am Mittwochmittag beim "Wasserlassen" auf dem Flughafen Son Bonet. Die Aktion war Teil der Präsentation der Brandbekämpfer vom Ibanat.

Foto: ALEJANDRO SEPULVEDA

Großbrände vernichten auf Mallorca Jahr für Jahr mehrere Hundert Hektar Wald. Vor allem in den trockenen Sommermonaten herrscht auf der Insel extreme Feuergefahr. Bei der Vorbeugung und Bekämpfung spielt das Ibanat die entscheidende Rolle, das "Balearische Umweltinstitut". Die dort angesiedelten Brandbekämpfer haben sich am Mittwoch der Öffentlichkeit präsentiert.

"Wir haben in diesem Jahr praktisch die selben Mittel zur Verfügung wie im vergangenen Jahr", sagt Umweltminister Biel Company - angesichts der radikalen Sparpolitik der Balearen-Regierung war das nicht unbedingt zu erwarten. Das Ibanat verfügt in den Monaten Mai bis Oktober über vier Hubschrauber und drei Löschflugzeuge, die in Son Bonet stationiert sind. Dazu kommen auf Mallorca 15 Wachtürme, die in den Sommermonaten jeweils neun Stunden am Tag besetzt sind, sowie vier Einsatztruppen, die über die Insel verteilt stationiert sind.

Zu deren Aufgaben zählt nicht nur die Brandbekämpfung, sondern auch die Prävention. So werden im Winter Brandschneisen angelegt und Waldflächen gesäubert, damit mögliche Feuer dort nicht allzu viel Nahrung finden. 200 Hektar Wald würden so jährlich für den Sommer vorbereitet, sagt Ibanat-Leiter Eduardo Parga.

Dennoch hat es auch in diesem Jahr auf Mallorca bereits 22-mal gebrannt. Im Jahr 2011 wurden 127 Feuer registriert, die 810 Hektar Wald zerstörten. Noch schlimmer erwischte es die Nachbarinsel Ibiza, wo Feuer auf 1500 Hektar Fläche wüteten. Neben Brandstiftung ist Unachtsamkeit die häufigste Brandursache.

Das Ibanat bittet um höchste Vorsicht. Vom 1. Mai bis zum 15. Oktober ist es streng verboten, in Waldgebieten Feuer zu machen, erklärt Ibanat-Chef Parga. Fürs Feuermachen auf landwirtschaftlichem Nutzland ist eine Genehmigung des balearischen Umweltministeriums nötig. Die Bedingungen fürs Feuermachen innerhalb geschlossener Ortschaften sind Gemeindesache. Das Ibanat warnt, dass auch aus dem Autofenster geschnippte Kippen schon verheerende Brände verursacht haben. Im Notfall sind die Einsatzkräfte unter der Telefonnummer 112 zu erreichen.

Neben dem Ibanat sind in der Brandbekämpfung auf Mallorca auch die Feuerwehren des Inselrates und der Stadt Palma sowie der spanischen Luftwaffe aktiv. (jm)

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