Deutsche und Spanier sollen sich vertragen

Überraschender Wechsel in Es Castellot: Margret-Ann Adolphs ist nicht mehr Leiterin der Seniorenresidenz. Nachfolger will internationale Bewohner

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Die Seniorenresidenz Es Catellot hat einen neuen Chef. Uwe Daude (61) hat am vergangenen Mittwoch überraschend Margret-Ann Adolphs abgelöst, die neun Jahre lang Leiterin des Hauses in Santa Ponça war. Daude ist seit Januar als Geschäftsführer der Diakoniewerk Es Castellot gGmbH auf Mallorca und übernimmt jetzt beide Ämter in Personalunion. Bisher saß die Geschäftsführung in Schleswig-Holstein.

Beide Seiten seien übereingekommen, die Zusammenarbeit zu beenden. In Daudes offizieller Stellungnahme heißt es, die Belegungszahlen seien der Grund für den Führungswechsel. Zurzeit seien 70 der 90 Plätze vergeben. „Wir wollen versuchen, die Belegung zu verbessern.”

Das Ziel sei die Öffnung der Einrichtung für spanische Senioren. Auch in der Vergangenheit gab es Versuche, Mallorquiner zum Einziehen zu bewegen. Das Zusammenleben der Kulturen erwies sich wegen der unterschiedlichen Sitten jedoch als schwierig. „Die Probleme sehe ich auch”, sagt Daude, „wir werden sie aber lösen.”

Die deutschen Mitarbeiter sollen in Zukunft Spanischkenntnisse nachweisen. „Die Mallorquiner sind doch relativ gut gewöhnt, mit Touristen und Residenten zusammenzuleben.” Trotzdem soll Es Castellot aber eine „deutsche Residenz” bleiben, verspricht Daude. Es werde weiterhin deutsches Essen geben, „dramatische Veränderungen” seien nicht zu erwarten.

Margret-Ann Adolphs äußerte ihre Enttäuschung über die Entscheidung. Die Träger des Seniorenheims hätten sie zuletzt nicht mehr gestärkt. „Ich fühle mich fallengelassen. Die wahren Gründe dafür wurden nie genannt.” In der letzten Zeit habe es vermehrt inhaltliche Diskrepanzen über die zukünftige Ausrichtung der Residenz gegeben. „Das ist natürlich kein Wohlgefühl, nach neun Jahren auf diese Weise zu gehen.”

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