Schlaflose Nächte in Palmas Wohnviertel Son Espanyolet

| Palma de Mallorca |
Der Präsident der Anwohnervereinigung, Antoni Fernández. Im Hintergrund ist der Gartenbereich des Nachbarhauses zu sehen.

Der Präsident der Anwohnervereinigung, Antoni Fernández. Im Hintergrund ist der Gartenbereich des Nachbarhauses zu sehen.

Foto: Mónica González

Palmas Stadtteil Son Espanyolet gilt traditionell als stilles Wohnviertel. Hier liegen häufig Einfamilienhaus an Einfamilienhaus, die Straßen sind schmal, es gibt kaum Lokale und Läden. Doch in jüngster Zeit häufen sich die Beschwerden der Anwohner über nächtliche Ruhestörungen durch Urlauber, die sich per touristischer Ferienvermietungen Immobilien buchen und auf den Gartenterrassen teils sich bis in den Morgen hinein angeregt unterhalten oder Feste feiern.

Gegen diese Entwicklung will eine vor wenigen Monaten ins Leben gerufene Anwohnervereinigung mobil machen, berichtete die spanische MM-Schwesterzeitung Ultima Hora am Dienstag. Der Verein stellt Anzeigen bei der Inspektionsbehörde des balearischen Tourismusministeriums sowie bei der Lokalpolizei. Allein bei der "policía local" seien mehr als 20 Anzeigen zusammengekommen, ohne dass die Behörde bislang reagiert hätte. Aus diesem Grund beklagt sich die Vereinigung auch bei der Ombudsfrau der Stadt über die angebliche Untätigkeit der Polizei.

Der Verein fordert von daher ein Verbot der touristischen Ferienvermietung in dem Stadtviertel, da es sich dort um ein reines Wohngebiet handle. Die Anwohner sammelten bislang 160 Unterschriften.

Toni Fernández, Präsident der Vereinigung, berichtet, wie die Vermieter der Einfamilienhäuser mehr Gäste aufnehmen als sie tatsächlich Schlafplätze autorisiert bekommen hätten. Sein Haus liegt genau zwischen zwei Häusern, die an Touristen vermietet werden. Neulich zählte er im Nachbargarten auf der einen Seite 12 Frauen, auf der anderen Seite 16 Männer, die sich alle im Partymodus befunden haben sollen. Ein norwegisches Unternehmen habe in dem Viertel allein sieben Immobilien erworben, die touristisch vermietet werden.

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JayDee / Vor 25 Tage

Thomas, ein relativ unsinniger Kommentar. Wie wäre es wenn man die Häuser einfach dem Zweck zuführt, wöfür sie mal gebaut wurden? Einer Langzeitnutzung.

Thomas Berthold / Vor 26 Tage

Ich bin auch dafür das man die Wohnungen nicht vermietet sondern leer stehen lässt damit die Hausbesetzer sich da einnisten können. " Dann gibt's bestimmt keine Unterhaltungen bis in die Nacht draußen. " Dann werden die Einheimischen bestimmt nix dagegen haben und glücklich sein das die Touristen weg sind.