Im Schneesturm am Massanella gefangen

"Eine Intensität, wie ich sie noch nicht einmal im Hochgebirge erlebt habe"

Puig de Massanella, Mallorca |
Vor dem Sturm: Christian Rolands Zelt auf dem Massanella-Gipfel.

Vor dem Sturm: Christian Rolands Zelt auf dem Massanella-Gipfel. Foto: privat

Vor dem Sturm: Christian Rolands Zelt auf dem Massanella-Gipfel.     Nach dem Sturm: Das Zelt von Christian Roland verschwindet auf dem Massanella-Gipfel fast unter dem Schnee. Ein Foto aus dem Inneren des Zelts: Die Scheewand ist deutlich zu sehen.

Für den deutschen Mallorca-Residenten Christian Roland war es eine unvergessliche Nacht: Er musste eingeschneit am Massanella im Tramuntana-Gebirge stundenlang in einem Zelt ausharren. "Ich wurde von einen Schneesturm getroffen, dessen Intensität ich noch nicht einmal im Hochgebirge erlebt habe."

Roland war am Mittwoch auf den 1365 Meter hohen Berg gestiegen, um dort Winterfotos zu schießen. Der 36-Jährige, der sich in der Ausbildung zum Bergführer befindet, besitzt nach eigenen Angaben internationale alpine Erfahrung. Im Gepäck führte er ein sturmerprobtes Hochgebirgszelt mit, wie es am Mount Everest bis in 7900 Meter Höhe verwendet wird. Es ist auch dafür ausgelegt, Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Stundenkilometern standzuhalten.

"Die Böen hatten aber anscheinend deutlich mehr Geschwindigkeit, da mir ein Teil des Zeltgestänges brach. Ich war gezwungen die Nacht mit dem Rücken gepresst gegen die Zeltwand zu sitzen."

Am Morgen danach machte Roland einen Notabstieg und sah sich gezwungen das Zelt aufzugeben. Es befindet sich daher noch immer auf dem Masanella-Gipfel. Die Fotos, die Roland MM mailte, zeigen, wie das Zelt nahezu unter dem Schnee verschwindet. "Es ist 160 Zentimeter hoch. Das bedeutet, auf dem Massenalla-Gipfel fielen in nur 15 Stunden 140  bis 150 Zentimeter Neuschnee." (as)

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