Deutsche Pläne für alten Mallorca-Knast

| Palma de Mallorca |
So sieht das Themenzimmer „Tankstelle” im zur „Motorworld” gehörenden V8-Hotel bei Stuttgart aus.

Die „Motorworld Region Stuttgart” hat sich zu einem Anziehungspunkt für PS-Freunde von nah und fern entwickelt. So sieht das Themenzimmer „Tankstelle” im zur „Motorworld” gehörenden V8-Hotel aus. Foto: Unternehmen / Frank Hoppe

Wird Mallorca bald zu einem Mekka für Oldtimer-Fans? Ein deutscher Investor hat Interesse an dem alten Gefängnis von Palma. Gegenüber MM bestätigte eine Rathaus-Sprecherin, dass man sich mit dem Vorhaben beschäftigt. Unter anderem solle auch ein Themenhotel entstehen.

Vorbild des Projekts ist das Oldtimer-Zentrum "Motorworld Region Stuttgart" auf dem früheren Flughafen Böblingen. "Wir haben vor ungefähr zwei Jahren begonnen, den Markt zu sondieren und glauben, dass das Konzept auch auf Mallorca funktionieren kann", so Mathias Buttkus, Mitglied der Geschäftsführung von "Motorworld Consulting" im Gespräch mit MM. In dem geplanten Komplex können Oldtimerbesitzer ihre rollenden Schätze unterbringen, dort gibt es Werkstätten, auch Autoverkauf ist geplant. Des Weiteren ist ein Restaurant vorgesehen, es sollen Outdoor- und Indoor-Veranstaltungen stattfinden. In Böblingen ist in die "Motorworld" ein V8-Themenhotel integriert, dessen Zimmer die Herzen aller PS-Freunde höher schlagen lassen.

Ursprünglich firmierte "Motorworld" unter dem Begriff "Meilenwerk", bis Lizenzen ausliefen und das Stuttgarter Zentrum Anfang 2014 seinen Namen in "Motorworld" änderte. Von "Meilenwerk" gab es 2011 schon einmal Bestrebungen, die ehemalige Justizvollzugsanstalt in Palma zu kaufen. Mit den damaligen Plänen habe das jetzige Projekt aber nichts zu tun, so "Motorworld"-Vertreter Buttkus, der den spanischen Ableger seiner Unternehmensgruppe verkörpert. Unter dem Namen "Activ-Group" ist man in Spanien im Immobiliensektor aktiv, baut zum Beispiel Hotels und Supermärkte (unter anderem für Aldi).

Wie es schon bei "Meilenwerk" der Fall war, setzt "Motorworld" auf historisch bedeutsame Gebäudekomplexe als Standort. So wird es bald eine "Motorworld" in einer alten Dampflokhalle in München geben und eine weitere auf dem ehemaligen Flughafen "Butzweilerhof" in Köln. In Herten (Ruhrgebiet) ist die Wahl auf die ehemalige Zeche Ewald gefallen.

"Auf Mallorca gibt es neben dem ehemaligen Gefängnis noch zwei weitere Standorte, an denen die Umsetzung möglich wäre. Wir haben uns noch nicht endgültig entschieden, welches unser Favorit ist", so Mathias Buttkus. Bisher habe er seitens der Politik ein positives Feedback verspürt.

Zwar will der Investoren-Vertreter noch keine Details preisgeben, er lässt jedoch keinen Zweifel daran, dass "Motorworld" eine beachtliche wirtschaftliche Bedeutung haben würde. Es handele sich um eine Investition "im hohen zweistelligen Millionenbereich". Verbunden mit dem Oldtimerzentrum seien rund 200 direkte Arbeitsplätze. Gibt es einen Zeitplan? "Von unserer Seite aus kann es schnell gehen. Aber erst müssen die politischen und baurechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden."

(aus MM 7/2016)

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