Neue Ausschreibung für Kongresspalast

Stadt Palma und Regionalregierung nun flexibler in Sachen Kauf, Kaufoption, Miete

Palma de Mallorca |
Das Kongresszentrum soll im August fertig werden.

Das Kongresszentrum soll im August fertig werden.

Foto: Foto: Miquel Ángel Cañellas

Balearen-Regierung und Stadt Palma starten einen vierten Versuch, einen Betreiber für den im Bau befindlichen Kongresspalast an der Stadteinfahrt von Palma zu finden. Nachdem sich zuletzt überhaupt kein Interessent gemeldet hatte, ist die neue Ausschreibung flexibler angelegt - mit Kauf, Kaufoption und Miete.

Die Zeit drängt. Denn die Bauarbeiten sollen im August dieses Jahres abgeschlossen sein. Im ersten Quartal 2016 könnten die ersten Kongresse stattfinden, wenn, ja wenn endlich ein Betreiber gefunden würde. Der Präsident des öffentlichen Unternehmens Palau de Congressos, Álvaro Gijón, hofft, einen solchen bis Ostern präsentieren zu können. Das ist auch eine Prestigesache für den ehrgeizigen Tourismus-Dezernenten von Palma, denn im Mai sind Kommunalwahlen, und Gijón will auch in der kommenden Legislaturperiode eine führende Rolle in der Stadtverwaltung einnehmen.

Die verschiedenen Optionen für die Bewerber auf die Ausschreibung sind hierarchisch angelegt: Vorrangig behandelt werden Kaufanträge.

Wobei es sich um den Kauf des angeschlossenen Hotels handelt, nicht des Kongressgebäudes selbst. Vorgesehen ist ein Kaufpreis von 40,5 Millionen, plus einer Pacht von jährlich 350.000 Euro für den Kongresspalast und einer fünfprozentigen Umsatzbeteiligung. Dauer des Vertrages: 20 Jahre, mit Verlängerungsoptionen bis 2052.

Die zweite Möglichkeit ist, Hotel und Kongresszentrum zu mieten, mal mit, mal ohne Kaufoption. Die Pacht beträgt, 1,5 Millionen Euro jährlich plus einer fünfprozentigen Umsatzbeteiligung. In allen Fällen muss das interessierte Unternehmen für den Innenausbau aufkommen, dessen Kosten auf rund fünf Millionen Euro geschätzt werden. Wird ein Betreiber gefunden, hat er nach der Schlüsselübergabe 120 Tage Zeit, um den Komplex zu eröffnen.

Nach Medienberichten wird das Kongresscenter den Steuerzahler bis dahin 120 Millionen Euro gekostet haben.

Kommentar

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beatrice de Son Bages / Vor über 3 Jahren

Dieses "Prachtgebäude" stiehlt ja jetzt schon der Kathedrale die Show.Ich frag mich bei solchen Genehmigungen immer wo bleibt das Bauamt, wo der Denkmalschutz, oder wenigstens der einfachen Hausverstand... ???

Bernd Denner / Vor über 3 Jahren

Ganz Ehrlich wer will das Ding. Ausser er will Sich Ruinieren. Das Ding ist seit Jahren im Bau, mal ja mal nett. Das Ding ist innen dann Fertig und Hinten schimmelt schon der Teppich. Bevor das einer nimmt muss erst Grundsaniert und alles in Schlüsselübergabe gebracht werden das kostet wieder Zeit und Geld. Alla Typisch Spanisches nicht durchdachtes Prestige Opjekt ohne Hand und Fuss. Ole