EU-Prädikat für Oliven aus Mallorca

Herkunftsbezeichnung jetzt europaweit anerkannt

Die Oliven aus Mallorca müssen nach traditionellen Methoden gewürzt und verarbeitet werden.

Die Oliven aus Mallorca müssen nach traditionellen Methoden gewürzt und verarbeitet werden.

Foto: Foto: Ultima Hora

Für Mallorcas Landwirtschaft ist es ein wichtiger Schritt nach vorne: Oliven von der Insel dürfen ab sofort ein EU-weit gültiges Gütesiegel tragen. Die Handelsnamen "Oliva de Mallorca",  "Aceituna Mallorquina", "Oliva Mallorquina" sowie "Aceituna de Mallorca" gelten jetzt als geschützte Herkunftsbezeichnung.

Mit einem entsprechenden Registereintrag in Brüssel hat die balearische Landesregierung offiziell einen erfolgreichen Schlusspunkt unter jahrelange Bemühungen gesetzt. Nach Málaga sind die Inseln erst die zweite spanische Region, die privilegierten Schutz für sich in Anspruch nehmen können.

Grundlage für den Antrag in Brüssel war eine Studie der Balearen-Universität (UIB) aus dem Jahr 2011. Darin wurde nachgewiesen, dass die Oliven aus Mallorca eine lange Kulturgeschichte vorzuweisen haben und sich geschmacklich deutlich vom Festland unterscheiden. Ihr Aroma ist in der Regel etwas herber, und gesundheitlich nützliche ungesättigte Fettsäuren sind in ihnen besonders reichhaltig vorhanden.

Olivenöl aus Mallorca steht bereits seit Langem unter dem Schutz der EU. Das gilt ab sofort nun auch für die Früchte des Ölbaums. Voraussetzung zum Führen des Prädikats ist eine Verarbeitung und Würze nach traditionellen Methoden. Nur Gefäße bis maximal 8 Kilo Inhalt dürfen für den Verkauf verwendet werden.

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