Studie beziffert touristischen Erholungswert der Strände

Forschungszentrum der Sparkasse Sa Nostra lobt vor allem die Nordplayas

Gefragt: Strände mit viel Natur bei gleichzeitig hohen Serviceangeboten.

Gefragt: Strände mit viel Natur bei gleichzeitig hohen Serviceangeboten.

Foto: Foto: D.B.

Urlauber schätzen Strände, die sowohl Gütezeichen wie etwa "Blaue Flaggen" aufweisen als auch in einem naturnahen Umfeld ohne dichte Bebauung liegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Forschungszentrums CRE, finanziert mit Unesco-Mitteln.

Die Wirtschaftsforscher des CRE, das gemeinsam von der Sparkasse Sa Nostra und der Balearen-Universität getragen wird, haben in der Studie den Versuch unternommen, den touristischen Erholungswert der Strände und die dort empfundene Lebensqualität mit wissenschaftlichen Methoden in Geldbeträgen zu beziffern.

Sie verrechneten dabei die Besucherzahlen an den Playas im August 2010 mit einer Reihe von Kriterien, die die Qualitäts- und Umweltaspekte der 73 Strände sowie ihre Freizeitangebote berücksichtigten.

Hierbei kamen die Forscher auf einen touristischen Erholungswert von 1,18 Euro an der Playa de Alcúdia; 1,02 Euro für die Playa de Palma und 0,93 Euro für den Strand von Santa Ponça. Die Beträge stehen rein rechnerisch für den täglichen Freizeitwert, den ein Badegast an diesen Stränden in Form von Lebensqualität ("bienestar") empfindet. Die Playas im Norden werden damit als erholsamer wahrgenommen.

An den drei Stränden wurden im Tagesschnitt 13.208 (Alcúdia), 11.056 (Palma) und 5054 (Santa Ponça) Besucher gezählt. Das Fazit von CRE-Direktor Antoni Riera: "An nur einem Augusttag haben die drei Strände die Besucher mit einem Erholungswert von 20 Millionen Euro versorgt."

Die hypothetische Zahl soll Politik und Verwaltung für Entscheidungen im Zusammenhang mit Stränden, Uferbebauungen und Umweltauflagen sensibilisieren. Sollten etwa an einem einzigen Tag im August (etwa wegen einer Plage oder Verschmutzung) alle zehn Strände der Gemeinde Calvià gesperrt werden, käme das einem empfundenen Verlust an Lebensqualität in Höhe von 30,6 Millionen Euro gleich. (as)

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