Davis Cup: Scheitert Bewerbung am Geld?

| | Alcúdia, Mallorca |
Als Spanien 2004 in Palmas Stierkampfarena im Davis Cup gegen die Niederlande spielte, fieberten auch König Juan Carlos sowie de

Als Spanien 2004 in Palmas Stierkampfarena im Davis Cup gegen die Niederlande spielte, fieberten auch König Juan Carlos sowie dessen Töchter Elena (l.) und Cristina mit.

Foto: T. Monserrat

Sportfans auf Mallorca hoffen, dass die Insel vom 6. bis zum 8. April ein Tennisfest feiern kann. Doch die Ausrichtung des Davis Cups droht an der Finanzierung zu scheitern.

Mallorca bewirbt sich um die Viertelfinal-Partei Spanien gegen Deutschland. Konkret will man den Event in Alcúdia ausrichten. Die Veranstaltung soll rund eine Million Euro kosten, allein die Gebühr für den spanischen Verband beträgt 400.000 Euro plus Mehrwertsteuer.

Die Institutionen haben von Anfang an klar gemacht, dass die Kosten nur mit Unterstützung durch die private Wirtschaft zu stemmen sind. Die Hoteliers haben bisher allerdings lediglich 50.000 Euro zugesagt. Die Balearen-Regierung will 300.000 Euro geben, die gleiche Summe hat der mallorquinische Inselrat in Aussicht gestellt. Das Rathaus von Alcúdia ist mit 100.000 Euro im Boot. Das reicht nicht.

Alcúdias Bürgermeister Antoni Mir sagte, dass er "sehr pessimistisch" sei.

Weitere Gespräche mit potenziellen Geldgebern sollen das Projekt retten. Der balearische Tennisverband muss seine Pläne bis Dienstag beim nationalen Verband vorlegen. Eine Entscheidung über den Austragungsort soll am 19. Februar bekannt gegeben werden. Für den Fall, dass es mit Alcúdia nicht klappt, ist die Gemeinde Calvià als "Plan B" im Gespräch.

Auch in Valencia, Alicante und Granada würde man den Sportevent gerne ausrichten. Sollte Mallorca den Zuschlag erhalten, würde das spanische Davis-Cup-Team zum dritten Mal auf Mallorca spielen. 1997 war Deutschland zu Gast, 2004 kamen die Niederländer auf die Insel.

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