Inselrat und Regierung streiten um Bettenpreise

| | Palma, Mallorca |
Der Inselrat wünscht sich niedrigere Bettenpreise für Ferienvermieter.

Der Inselrat wünscht sich niedrigere Bettenpreise für Ferienvermieter.

Foto: Archiv

Seit vergangener Woche wird auf Mallorca über die Preise für den Kauf von Urlauberbetten, die das Tourismusministerium vergangene Woche vorgeschlagen hatte, diskutiert. Nun mischt sich auch der Inselrat in die Angelenheit ein.#Bei der Behörde hält man die Tarife – beispielsweise 4000 Euro für einen Platz in einem Einfamileinhaus und 1000 Euro in einer Wohnung – für zu hoch und hat nun einen Gegenvorschlag gemacht.

Demnach sollten Eigentümer, die erstmals ein Bett in einem Mehrfamilienhaus an Urlauber vermieten wollen, statt 4000 lediglich 2200 Euro bezahlen. Wer einen Platz in seiner Wohnung dauerhaft vermieten will, soll mit 700 statt, wie von der Regierung geplant, 1000 Euro zur Kasse gebeten werden.#Wer sich für die Variante entscheidet, ein Bett in der eigenen Hauptwohnung an maximal 60 Tagen im Jahr zu vermieten, soll 200 statt 333,33 Euro abdrücken. „Die bisherige Preistabelle des Govern basiert nicht auf einem Konsens”, erklärte Cosme Bonet, Inselratsdezernent für Wirtschaft und Tourismus. „Deshalb sahen wir uns gezwungen, andere, günstigere Optionen auf den Tisch zu legen.”

Rückendeckung erhält der Inselrat von der Vereinigung der Ferienvermieter auf den Balearen, Habtur. „Auch wir werden niedrigere Tarife vorschlagen”, so ihre Vorsitzende, Maria Gibert. „Es kann nicht angehen, dass Vermieter von Ferienhäusern genauso viel pro Bett bezahlen müssen, wie Hoteliers, nämlich 4000 Euro.”

Hintergrund: #Im August endet das Moratorium für die Ferienvermietung auf der Insel.#Dann können Eigentümer wieder Lizenzen für die Ferienvermietrtung beantrage, vorausgesetzt der neue Zonenplan lässt dies zu. Das Tourismuministerium der Balearen-Regierung hat deshalb vergangene Woche seine Tariftabelle für Neu-Lizenzen vorgestellt. Diese sieht unter anderem vor, dass pro Bett in einem Mehrfamilienhaus 4000 Euro bezahlt werden müssen.

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