Erneuerbare Energien: Jetzt doch Gelder aus Madrid

| | Balearen, Madrid |
Der spanische Energieminister Álvaro Nadal sicherte den Balearen nun doch Finanzhilfen für den Betrieb ovn Solaranlagen zu.

Der spanische Energieminister Álvaro Nadal sicherte den Balearen nun doch Finanzhilfen für den Betrieb ovn Solaranlagen zu.

Foto: CAIB

Madrid lenkt ein: Bei einem Treffen mit der Ministerpräsidentin der Balearen, Francina Armengol, sicherte der spanische Energieminister Álvaro Nadal am Donnerstag nun doch Finanzhilfen für Projekte im Bereich erneuerbare Energien zu. Gleichzeitig einigten sich die Politiker auf die schrittweise Schließung des Wärmekraftwerks Es Murterar in Alcúdia.

Finanzhilfen für erneuerbare Energien hatte die Regierung in Madrid bereits im Februar 2017 versprochen. Nadal versprach nun, “schnellstmöglich” einen Förderplan mit Mitteln aus der EU zu erarbeiten, wie er bereits für die kanarischen Inseln bewilligt wurde. Genaue Fristen und Geldsummen nannte er jedoch nicht.

Unternehmer warten schon seit geraumer Zeit auf diese Finanzhilfen, um Solaranlagen in Betrieb nehmen und rentabel wirtschaften zu können. Dies wäre Voraussetzung dafür, um den Anteil erneuerbarer Energien bis 2020 auf zehn Prozent zu erhöhen, wie es eine Gesetzesvorlage zum Klimaschutz auf den Balearen vorsieht. Derzeit liegt der Anteil bei lediglich zwei Prozent. (mais)

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Hajo Hajo / Vor 4 Monaten

Um mal die Fakten dar zu stellen, die kaum jemand wirklich kennt = Beispielsweise: ein Windrad mit einer Gesamthöhe von 207 Metern und einer Nabenhöhe von 149 Metern.

Der Stahlbetonturm ist 135 Meter hoch und wiegt 2.800 Tonnen. Er wird aus 35 Ringen zusammengesetzt

Das Maschinenhaus welches auf den Turm gesetzt wird, wiegt 120 Tonnen

1 Flügel aus "Kunststoffverbund" wiegt ca 12 Tonnen. Also 3 x 12 = 36 Tonnen.

Alles muss auf den Berg geschafft werden, aber wie und mit was?

Die Fundamente der Windräder werden etwa einen Durchmesser von 21 Metern haben und 3,5 Meter tief sein“, Gefüllt mit 653 Kubikmeter Beton, in ihnen werden 86 Tonnen Stahl verbaut.

Betomischer mit 7 qm Beton müssen also 93 mal fahren, um 653 Kubikmeter Beton auf den Berg zu schaffen, !!!!

Dazu 86 Tonnen Baustahlgeflechte..Ein LKW mir Ladekapaziät von ca. 25 Tonnen, muss mehrfach fahren, da der Baustahl vorgefertigt zum Verbau geladen wird und nicht als kompakte Masse.

Der LKW Diesel Verbrauch/h ist einsatzabhängig. etwa 70 - 100 l - je nach Lastfaktor und Steigung.

Die Transportfahrten für weiteres Material auf und ab kommen noch dazu, sowie die riesigen Baukräne, die ebenfalls Diesel sind und alle Teile aufrichten.

Der erzeugte Strom muss ins Tal geführt und eingespeist werden. In der Regel werden Erdkabel zur Verteilerstation eingegraben. Auch dabei wird die Natur geschädigt. Die Erdbewegungsmaschinen sind ebenfalls Diesel.

Nach Fertigstellung muss alles Material und Machinen wieder runter von Berg. Das Fundament wird begrünt und die Bodenschäden müssen renaturiert werden.

Der abgeholzte Wald, etwa 4.000 qm, kann nicht wieder aufgeforstet werden, da er mit den Flügeln kollidieren würde. Die lastfähige Strasse bleibt zur Wartung der Anlage enthalten und ist instand zu halten.

### WAS ist an all dem noch Umweltdienlich?### und warum wir das alles bei der Nutzenrechung der Unmweltlobby ausgeklammert?.

Hajo Hajo / Vor 4 Monaten

Richtig, wenn ich mir das Gerede der Touristikvertreterin der Insel auf der ITB in Berlin in Erinnerung rufe, stehen mir die Haare auf. Die Frau redet über die Dinge wie eine Blinde über Farben. Ja, es ist "Schick" sich dem Trend der Deutschen Umweltfreaks an zu passen ohne zu kapieren, dass man dazu auch Gesetze, Verordungen und ein geändertes Baurecht benötigt. Geschweige auch den Umwelt- und Naturschutz einzubinden hat. Wie furchtbar das daneben gehen kann, sieht man auf Gran Canaria. Die Verschandelung der Landschaft ist kaum noch zu übertreffen und das mitten in den Naturschutzgebieten. Die trittbrettfahrenden Profiteure haben sich eine goldene Nase an der Errichtung verdient. Da mussten gewaltige Baugruben für die Fundamente der hunderte Windräder ausgesprengt, Strassen für Schwerlast gebaut, zig Tonnen Abraum runter, zig Tonnen Beton und die riesigen Bauteile rauf auf die Berge geschafft werden. Der pure Irrsinn an Umweltschäden ! Wers einmal gesehen hat, der fällt buchstäblich vom Hocker und fragt sich, WO denn da noch der Gewinn für die Umwelt ist? Vor allem, in 10 Jahren sind die Dinger wieder schrottreif und zu ersetzen. Alternativ wäre eine Gaspipeline oder Flüssiggasversorgung mit Tankern gewesen, um Energie zu erzeugen. Die Technik ist ausgereift und Problemlos.

Tacheles-1 / Vor 4 Monaten

Richtig, in Spanien fehlen die Gesetze die das so wie in Deutschland regeln. Wenn sie es schon schick finden den Deutschen alles nach zu machen dann zuerst die Verordnungen dazu einführen damit es keinen Wildwuchs gibt.

Hajo Hajo / Vor 4 Monaten

Wer sich PV zulegen will, soll das gefälligst allein diese Verschandelung bezahlen und nicht die Allgemeinheit zur Kasse bitten und seine Stromfresser weiter betreiben - wie? Der Staat hat bereits die Stromleitung und Gaspipeline vom Festland zur Insel bezahlt. Also soll der Gouvern dafür sorgen, dass sie auch von allen genützt werden.

Tausende uralte Geräte sind auf der ganzen Insel in Betrieb. Privat wie auch gewerblich und das interessiert den Gouvern NULL. In DE müssen sie sich alle an die "Energieeinsparverordnung" halten, aber hier wird der Wildwuchs noch unterstützt. Von den trittbrettfahrenden Profiteuren nicht zu reden.

IX Hotels wurden modernisiert, und keiner weiss, ob da auch die alten elektrischen Anlagen durch moderne Anlagen ersetzt wurden? In den Medien stand jedefalls nichts davon. Auch nicht, ob das Bauamt sie vor geschrieben hat und nur unter dieser Bedinungn den Umbau genehmigte?

Uschi / Vor 4 Monaten

Die Regierung in Madrid bleibt hoffentlich dabei, für eine Finanzhilfe für Solaranlagen auf Mallorca. Man kann es nur begrüssen!