Podemos wählt Spitzenkandidaten für Palma

Carlos Saura ist erster Generalsekretär der Protestpartei in der Inselhauptstadt

Palma de Mallorca |
Der 26-jährige Carlos Saura (Mitte) hat Philosophie studiert.

Der 26-jährige Carlos Saura (Mitte) hat Philosophie studiert.

Die Protestpartei Podemos hat ihren ersten Generalsekretär der Ortsgruppe Palma de Mallorca gewählt. Der 26 Jahre alte Philosoph Carlos Saura wird gleichzeitig auch als Spitzenkandidat in die Lokalwahl am 24. Mai gehen.

Saura, der 71 Prozent der Stimmen bekam, stammt aus Palma und hat in Barcelona und Granada studiert. Außerdem lebte er für einige Zeit in Berlin, wie aus seinem Steckbrief auf der Podemos-Internetseite hervorgeht.

"Mir geht es wie Vielen: Ich bin jung und gut ausgebildet und musste dennoch zuletzt im Tourismussektor arbeiten, um mir meinen Lebensunterhalt zu verdienen", schreibt Saura.

Auf den Balearen tritt Podemos in 21 Gemeinden an. Die Spitzenkandidaten wurden durch die Parteimitglieder bestimmt. Mitglied kann jeder kostenlos werden.

Podemos schickt sich an, die spanische Parteienlandschaft umzukrempeln und hat Umfragen zufolge gute Chancen, bei den anstehenden Wahlen einen erheblichen Stimmenanteil zu gewinnen.

Am 24. Mai findet nicht nur die Lokalwahl statt, sondern auch die Regionalwahl. Auch das spanische Parlament in Madrid wird 2015 neu gewählt. (jm)

Kommentar

Nutzungsbedingungen

Rechtlicher Hinweis

» Der Inhalt der Kommentare spiegelt die Meinung der Nutzer wider, nicht die von mallorcamagazin.com

» Es ist nicht erlaubt, Kommentare abzuschicken, die gegen das Gesetz verstoßen oder unangebrachte, beleidigende oder ehrverletzende Inhalte haben.

» mallorcamagazin.com behält es sich vor, unangemessene Kommentare zu löschen.

* Pflichtfelder

Rainer Schneider / Vor über 3 Jahren

Weiss nicht, ob es wirklich sooo schlimm ist, im Tourismus zu arbeiten, wenn man Fremdsprachen kann. Zugegebenermaßen ist es heute damit schwieriger, auf einen grünen Zweig zu kommen als vor 30 Jahren. Aber das gilt auch für andere Branchen und Länder, weil sich leider zu viele Arbeitnehmer gerne verarschen lassen. Na ja, vielleicht kommen jetzt auch mal andere Zeiten. Mindestlohn in Deutschland ist schon mal ein erster Schritt.