Spaniens Ministerpräsident verteidigt Erdölsuche

Rajoy: Auch in anderen touristischen Ländern werde ohne Probleme gebohrt

Rund 5.000 Menschen demonstrierten auf Mallorca gegen die Erdölsuche.

Rund 5.000 Menschen demonstrierten auf Mallorca gegen die Erdölsuche.

Foto: Foto: Pere Bota

Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy hat die Pläne zur Erdölsuche in den Gewässern der Balearen vor Ibiza und Mallorca verteidigt. Während einer Debatte zur Lage der Nation widersprach er den Bedenken der Gegner. Spaniens Energieressourcen und die Wettbewerbsfähigkeit stehen nach Rajoys Worten an erster Stelle.

Sollte das Umweltgutachten, welches zurzeit noch geprüft wird, positiv ausfallen, dann werde es grünes Licht geben für die geplante Suche nach Erdöl, sagte Rajoy. Auch in anderen Ländern seien Erdölbohrungen mit Fischerei und Tourismus vereinbar. Als Beispiele führte der konservative Regierungschef Norwegen, England oder Kanada an.

Die Opposition wies die Stellungnahme Rajoys zurück. Die sozialistische Partei der Balearen (PSIB) erklärte, keines der genannten Länder sei abhängig vom Strandtourismus.

Rajoy stellt sich mit seinen Aussagen auch gegen die seines Parteikollegen, des balearischen Ministerpräsidenten José Ramón Bauzá. "Wir werden alles tun, was notwendig ist, damit die Tests nicht begonnen werden", sagte Bauzá in Ibiza-Stadt gegenüber dem Radiosender Cadena Ser. Außerdem kündigte er an, notfalls gerichtlich gegen die Bohrungen vorzugehen.

Die massiven Proteste der Balearenbürger ignorierte Rajoy ebenfalls. Unter dem Motto "Balears diu no" (Die Balearen sagen nein) standen Konservative und Sozialisten am vergangenen Wochenende Seite an Seite mit Umweltaktivisten.

Bei den Protesten gegen die geplanten Tests zur Auffindung von Ölvorkommen im balearischen Meer sind sich die Bewohner der Inseln einig. Auf Mallorca versammelten sich nach Medienberichten 5000, zeitgleich auf Ibiza mehr als 16.000 und auf Menorca rund 1000 Menschen.

 

 

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