Nur unter massivem Polizeischutz hat der balearische Ministerpräsident José Ramón Bauzá an einem Arbeitstreffen seiner konservativen Volkspartei, der Partei Partido Popular (PP), in Manacor teilnehmen können. 500 Demonstranten versperrten ihm den Weg.
Die Zuschauermenge empfing Bauzá am Dienstagabend mit einem Pfeifkonzert und hielt Fahnen und Plakate hoch, mit der sie gegen die Bildungs- und Sparpolitik des Regierungschefs protestierte. Dann durchbrachen Demonstranten eine Absperrung, umringten den Dienstwagen des Politikers und bedrängten ihn und seine Eskorte.
Bauzá wurde von Polizeibeamten an den Armen ergriffen und "wie im Fluge" im Gebäude des lokalen Parteisitzes in Sicherheit gebracht, berichtet die spanische Tageszeitung "Ultima Hora". Die Menge warf zwei Schweinezungen sowie leere Wasserflaschen und andere Objekte auf die eingetroffene Delegation. Einer der Begleiter Bauzás, ein Sicherheitsmann, wurde in dem Tumult am Kopf verletzt und musste ärztlich behandelt werden.
Zur Abfahrt von Bauzá aus Manacor nach der Arbeitssitzung war die Polizei zuvor durch Spezialkräfte aus Palma verstärkt worden. Manacors Bürgermeister Antoni Pastor, der parteiintern zu den Gegnern Bauzás gezählt wird, nannte die Ausschreitungen vor der Parteizentrale "einen der schlimmsten Momente meines Lebens".
Bei dem Arbeitstreffen wollte Bauzá den Parteimitgliedern im Inselosten sein Programm zur anstehenden Wahl des balearischen Parteivorsitzenden erläutern.
2 Kommentare
Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich registrieren lassenund eingeloggt sein.
In der MZ war von einem Prodest gegen die Sprachpolitik die Rede. Wer hat recht? Wurde Sr. Bauza nur gewählt,um anschliessend gegen seine (zugegeben unverständliche) Politik demonstrieren zu können? Verstehe einer die Mallorc`s.
......soviel zur toleranz der unverbesserlichen. den eltern gestehen sie nicht zu selbst zu entscheiden in welcher sprache ihre kinder überwiegend unterrichtet werden soll. bauza sagt das beide sprachen gleichberechtigt sind und das ist richtig so. das hat er bereits vor der wahl ausgesagt und die mehrheit hat ihn gewählt und damit seine sprachpolitik bestätigt.