Die Flora auf Mallorca erwacht früher als gewohnt aus ihrem Winterschlaf und beschert Allergikern jetzt schon Probleme. | R.D.

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Viel Sonne, blauer Himmel und Temperaturen bis 23 Grad – das Wetter auf Mallorca ist in den vergangenen Wochen eher frühlingshaft statt winterlich gewesen. Das hat zur Folge, dass die Allergie-Saison jetzt schon losgegangen ist. Wie die MM-Schwesterzeitung Última Hora berichtet, ist das rund einen Monat früher als normalerweise. Fast 25 Prozent der Bevölkerung der Balearen leidet an Allergien, die meisten davon sind Atemwegserkrankungen. Sie sind in den meisten Fällen auf Pollen und Gräser zurückzuführen und treten normalerweise im März auf, wenn die Blüte beginnt.

Weil es zu Beginn dieses Jahres allerdings schon so warm ist, ist die Flora auf Mallorca früher als gewöhnlich erwacht. Das bestätigt auch der Allergologe Alberto Oehling vom balearischen Allergie- und Asthmazentrum: "Die Trockenheit und die Temperaturen im Februar haben zu einem frühen Frühling mit einer höheren Konzentration von Zypressenpollen geführt, die normalerweise erst später auftreten", erklärt er. Viele Patienten hätten schon jetzt, im Februar, Ärzte und Spezialisten aufgesucht, um sich wegen ihren Allergien behandeln zu lassen.

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Er bestätigt, dass die Wetterbedingungen die Bestäubung in der Natur vorverlegt haben und Allergiker bereits jetzt Symptome aufweisen. Auch wenn der Gesundheitszustand der Patienten nicht ernster ist als sonst, könnten die Symptome länger andauern als gewöhnlich. Dies ist jedoch nicht das einzige Problem, mit dem die Allergiker auf den Inseln konfrontiert werden, denn in den Herbstmonaten könnte sich die Geschichte aufgrund des unaufhaltsamen Klimawandels wiederholen. "Im September und Oktober gibt es auf Mallorca einen zweiten Frühling mit Gräserpollen", fügt der Experte hinzu.

Was in diesem Jahr geschieht, bestätigt nur einen Trend, der schon im letzten und vorletzten Jahr zu beobachten war und der insgesamt "zu mehr Allergikern führt", warnt der Allergologe. "Allergien sind eine der Krankheiten, deren Verbreitung in den letzten Jahren am stärksten zugenommen hat. In Spanien gibt es rund acht Millionen Menschen, die auf Pollen allergisch reagieren", warnt er. Neben den Atemwegserkrankungen nehmen auch Nahrungsmittelallergien zu.