Prinzessin Leonor mit dem befreundeten Ehepaar Fruchaud auf Mallorca. | JULIAN AGUIRRE

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Am 17. August tritt Prinzessin Leonor in die Allgemeine Militärakademie in Saragossa ein und trägt dann den Titel "die bourbonische Kadettin". Drei Jahre wird sie hier eine Ausbildung wie eine gewöhnliche Soldatin absolvieren, wozu auch alltägliche Pflichten gehören werden. Es ist vorgesehen, dass sie sich mit anderen Auszubildenden ein Zimmer teilen, jeden Tag um 6.30 Uhr aufstehen und nur wenige Urlaubstage haben wird. Doch dieses strenge Alltags-Prozedere muss jeder durchlaufen, der in Zukunft einen Rang als Oberbefehlshaber der Streitkräfte haben möchte.

Bei der Begrüßung während einer Versammlung der Militärakademie hieß es, dass Leonor de Borbón, die am 31. Oktober volljährig wird, eine "harte und anspruchsvolle" Ausbildung vor sich haben werde. Darüber hinaus werde sie zwei weitere Jahre an Akadamien der Marine und der Luftwaffe verbringen. Die Prinzessin wird zunächst in Zivilkleidung zur Akademie anreisen, wobei Trainingsanzüge, Shorts und Badeschuhe verboten sind. Der Katalog sieht vor, dass ihr unmittelbar nach ihrer Ankunft Militärkleidung ausgehändigt wird, die sie dann während ihres Aufenthalts in der Einrichtung tragen muss.

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Ferner bestimmen die strengen Regeln der Akademie, wie die Kadettinnen ihre Frisuren zu tragen haben: Bei besonders langen Haaren, wie im Fall der Prinzessin, müssen diese bei wichtigen Anlässen als Dutt getragen werden, bei sportlichen Anlässen hingegen ist es erlaubt, sie zu einem Pferdeschwanz zusammenzubinden.

Auch wird sich die Prinzessin wohl andere Schminkgewohnheiten zulegen müssen: An der Akademie darf sie von nun an nur noch Make-up in natürlichen Farben tragen, die keinen übermäßigen Kontrast zu ihrer Haut bilden. Das übliche Gehalt der Kadetten an der Akademie beträgt während des ersten und zweiten Jahres 417 Euro – doch die Prinzessin gab an, darauf verzichten zu wollen.