Unfallfahrerin von Capdepera positiv auf Drogen getestet

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Auto rast in Radfahrer-Gruppe.

Auto rast in Radfahrer-Gruppe.

Foto: Twitter/IB3

Schwerer Unfall in der im Nordosten von Mallorca gelegenen Ortschaft Capdepera: Ein Auto hat am Donnerstag (5.4.) eine Gruppe von Rennrad-Fahrern überrollt. Laut den Helfern wurden neun Sportler verletzt, einer davon lebensgefährlich und ein weiterer schwer. Eine Sprecherin der Gemeinde Capdepera bestätigte dem MM, dass es sich dabei allesamt um Deutsche handelt.

Der Unfall ereignete sich auf der MA-15 zwischen Capdepera und Artà gegen 9.30 Uhr. Am Steuer des grauen Porsche Cayenne saß eine in Artà wohnhafte 30-jährige Mallorquinerin. Sie wurde von der Guardia Civil positiv auf Drogen getestet. Das Ergebnis muss aber noch von einem Laboratorium in Madrid bestätigt werden. Die insgesamt zehn Radfahrer befanden sich auf der gleichen Spur wie der Pkw. Mehrere Krankenwagen fuhren zur Unfallstelle am Ortsausgang von Capdepera. Die Straße wurde komplett gesperrt. Die Radfahrergruppe ist im Hotel Font de Sa Cala in Capdepera untergebracht.

Wie die Sprecherin der Gemeinde weiter mitteilte, raste die Unfallfahrerin ungebremst auf gerader Strecke bei guter Sicht in die Radfahrer-Gruppe.

Die in den Unfall verwickelten deutschen Radfahrer waren als Kunden des Spezialreiseveranstalters Hannes-Hawaii-Tours vor zwei Wochen nach Mallorca gekommen. Sie waren am Donnerstag zum neunten Mal unterwegs. Chef des Unternehmens ist der deutsche Ex-Triathlet Hannes Blaschke, der 1985 als erster Deutscher beim Ironman Hawaii unter den ersten zehn landete. Er eroberte damals Platz vier.

Laut Blaschke handelte es sich bei den überfahrenen Fahrern um Angehörige der leistungsstärksten von insgesamt sechs Gruppen von Hannes-Hawaii-Tours, die am Donnerstag auf der Insel unterwegs waren. "Die Triathlon-Sportler hatten auch Trainingseinheiten im Schwimmen und Laufen absolviert und wollten heute 200 Kilometer fahren", sagte Blaschke dem MM. Ziel sei der höchste Inselberg, der Puig Major, gewesen. Der Unternehmer veranstaltet seit 20 Jahren Aufenthalte für Triathleten auf Mallorca. Jeden Frühling bringt er 300 bis 400 Sportler auf die Insel. (it)

(aktualisiert um 16.58 Uhr)

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StormGoth / Vor 2 Monaten

Oh jeh, die deutschen Touristen und Einwanderer wieder - zu Hause über Immigranten, die sich nicht integrieren wollen, schimpfen, auf Mallorca nicht mal bereit, sich mit den lokalen Verkehrsregeln zu beschäftigen, geschweige sich daran zu halten. Dazu der übliche Egoismus: wie, da will noch jemand außer mir die Straße nutzen?!?!? Das ganze in den Kommentaren zu einem Bericht über einen über einen schweren Unfall, bei dem eine offensichtlich unaufmerksame Person (ungebremst!!!!) evtl. unter Drogeneinfluss in eine Gruppe anderer Verkehrsteilnehmer gefahren ist und 9 Menschen verletzt hat.

Detlev / Vor 3 Monaten

Warum versuchen wir nicht sachlich zu bleiben. Gegen Freunde und Familien, die auf Mallorca radfahren - meinetwegen auch nebeneinander - wird doch nichts eingewendet. Unverantwortlich handeln m.E. die professionellen Veranstalter, die ihre Kunden in einem Riesenpulk und unter Zeitdruck auf Rennrädern über die Insel schicken. Auf gerader Strecke kommst du an denen kaum vorbei (s.u.) und viele Mallorquiner sehen sich deshalb gezwungen, so einen Pulk an unübersichtlichen Stellen zu überholen. Ich bin kein Freund von Verboten, aber wenn solche Veranstaltungen künftig untersagt würden, müsste man im "Inselradio" sicher nicht so häufig von tödlichen Unfällen hören, die sowohl Auto- als auch Radfahrer betreffen. Das Autofahren wurde bestimmt nicht auf Mallorca erfunden, davon kann ich ein Lied singen. Wenn Fahradfahrer dort bedrängt werden, unterstelle ich keine Agressionen sondern führe das darauf zurück, dass die meisten Führerscheine offenbar in der Tombola gewonnen wurden.

Dea / Vor 3 Monaten

Erschütternd diese - meist niveaulose und unsachliche - Diskussion mitzulesen. Fast bietet sich der Eindruck einer Neidgesellschaft, die Ihrer Aggression gegen Menschen richtet die es vorziehen sich sportlich zu betätigen, anstatt Ihren - leider sehr oft - übergewichtigen Körper zwischen All-in-Buffet und Shopping Mall mit Hilfe ihres Miet-SUV durch die Gegend zu bewegen. Selbst wenn man sich, so wie ich, an die Straßenverkehrsordnung hält, hat man hier mindestens ein Mal täglich eine Begegnung mit der sinnbefreiten Aggression eines Autofahrers der meine Gesundheit mit dummen Spielen gefährdet. Jeder Autofahrer möge sich selbst - zumindest einmal in seinem Leben - auf ein Rennrad setzen... vielleicht ändert das die Perspektive. Denn die meisten Radfahrer sind auch Autofahrer....

Detlev / Vor 4 Monaten

Ich habe eine Wohnung auf Mallorca und halte mich mehrfach im Jahr für längere Zeit auf der Insel auf. Bei aller gebotenen Anteilnahme halte ich eine "Grundsatzdiskussion" durchaus für angebracht. Ein großer Pulk Radfahrer ist für mich als Autofahrer jedes Mal mit Verärgerung verbunden. Besonders auf gerader Strecke fahren alle nebeneinander und blockieren dabei beide Fahrbahnen. Irgendwann schaut einer zurück, zieht nach rechts rüber und die anderen folgen ihm. Wer jetzt Gas gibt um zu überholen, hat schon verloren wenn die anderen urplötzlich von der rechten Fahrspur nach links rüberziehen weil dort Platz freigemacht wurde. Ohne meine schnelle Reaktion wäre ich sicher schon 100x ungebremst von hinten in solch eine typische Formation reingefahren. Mir tut die Frau ebenfalls leid, weil sie jede Menge Zeugen gegen sich haben wird und sich evtl. in derselben Situation befunden hatte wie ich sie häufig erleben musste.

Joachim / Vor 4 Monaten

Dieses schreckliche Unglück zum Aufhänger für eine Grundsatzdiskussion über Fahrradfahrer im Straßenverkehr an sich und auf Mallorca im Besonderen zu machen widert mich an. Alle, die hier posten, ohne ihre Betroffenheit zum Ausdruck zu bringen, sollten sich bis in den Boden schämen und sich überlegen, ob sie das auch schreiben würden, wenn sie selbst betroffen wären. Dem MM empfehle ich, bei Unglücksfällen die Kommentarfunktion zu sperren. Man sieht hier ja wieder, was dabei raus kommt.

Ines / Vor 4 Monaten

Der tragische Unfall ist die Spitze eskalierender Rücksichtslosigkeit in der Gesellschaft. Hoffentlich wird - neben aller Trauer - auch mal darüber gründlich nachgedacht!

jabo / Vor 4 Monaten

Noch eins, was zu dem dem schweren Unfall nicht dazu gehört: wenn wir hier jemand über "Normaltouristen"redet....Wir DIE RADFAHRER waren in der Vorsaison die Normaltouristen, die Hotels in Can Picafort haben für uns ab Mitte Februar die Türen aufgeschlossen, wir waren ohne Comfort zufrieden, b Mallorcarachten unsere Räder mit und alle waren zufrieden, später im Club Pollenca gab dann abends Bufet, war da super für uns, und heute, die Räder werden von den Mietwagentouristen weggedrängt weil sie keine Zeit für die Natur haben, hasten kopflos über die Insel weil sie nur 3 Tage Zeit haben usw. usw. Es ist schlimm für Mallorca, für alle die etwas Grips im Kopf haben..

Sibylle / Vor 4 Monaten

@ klippenwanderer: Ich stimme Ihnen voll zu, denn ich bin über das Unglück ebenfalls entsetzt und mein Beileid gilt den Angehörigen sowie Kameraden des Verstorbenen! Die hier entfachte Diskussion ist m. E. größtenteils nicht unrichtig, befremdet mich jedoch insofern, dass sie mit dem Unglück und dessen Ursache überhaupt nichts zu tun hat! Das ist so, als wenn man nach dem LKW-Attentat auf dem Berliner Weihnachtsmarkt das gegenseitige Überholen von LKWs auf deutschen Autobahnen geführt hätte! Deshalb muss diese Diskussion über Radsport(-ler) auf Mallorca für die Betroffenen unfassbar schmerzlich zu lesen sein! Das Empfinden von Empathie ist in der heutigen Zeit - in der Narzissten auf dem Vormarsch sind - sehr schwierig und nicht mehr "in Mode"! Berühmtestes Beispiel ist der US-Präsident, der auf Spickzetteln Anweisungen mit sich führt, wie man Betroffenheit vortäuscht! @ FRank: Ich kann es auch niemals so eilig haben, dass ich ein anderes Menschenleben aufs Spiel setze!

FRank / Vor 4 Monaten

Zitat Jan "Und es kann hier wohl keinen Zweifel über die Schuld geben, wenn sich der "Drogenhintergrund" bestätigt" Und wenn sich der Drogenhintergrund nicht bestätigt ist es wohl OK was die Dame gemacht hat. Sie hat einen Menschen getötet. Da ist es doch egal ob Radfahrer oder Fußgänger oder Autofahrer. Die Frau hat einen Fehler gemacht und NICHT die Radgruppe.

Zu Cap Formentor: Ein Glück dass die Straße für PKW bald gesperrt wird. Viele Touristen, die vermutlich zu Hause mit Öffis fahren, können auf der kleinen Straße nicht fahren!

Zu nebeneinanderfahrende Radfahrer: Ja es ist erlaubt zu zweit nebeneinander zu fahren und wo ist das Problem. Da ein Abstand von 1,5 mtr zum Radfahrer einzuhalten ist, muss der Autofahrer eh auf die andere Seite fahren um sicher zu überholen. Kommt es zu Gegenverkehr kann er NICHT SICHER überholen egal ob ein oder zwei Radler! Das Problem ist, dass viele Autofahrer trotz Gegenverkehr überholen und dadurch auch einzelne Radfahrer gefährden. Wa sind ein paar Sekunden abbremsen und kurz warten gegen das Leben eines Menschen? Denkt mal drüber nach!

klippenwanderer / Vor 4 Monaten

Ich bin entsetzt wie hier über einen schweren Unfall mit einem Toten und mehreren Verletzten geschrieben wird. Wo ist eure Empathie, wo ist euer Mitgefühl für die Opfer ????