Zwei Drittel der Spendengelder veruntreut

| | Mallorca |
Die Eltern der kleinen Nadia, die einige Jahre lang auch auf Mallorca lebten.

Die Eltern der kleinen Nadia, die einige Jahre lang auch auf Mallorca lebten.

Foto: Redacción Digital
Er soll fast zwei Drittel der Spendengelder, die für seine kranke Tochter Nadia Nerea bestimmt waren, für andere Zwecke ausgegeben haben. Jetzt muss der Vater des Mädchens ins Gefängnis einziehen. Ihm wird schwere Veruntreuung vorgeworfen.
 
Rund 600.000 der ingesamt 900.000 gespendeten Euro sollen nicht zur Behandlung von Nadia verwendet worden sein. Stattdessen wurde unter anderem in teure Mietkosten und Autos investiert. Bei einer Hausdurchsuchung am Freitag stellten Polizeibeamte zudem zahlreiche Luxus-Uhren und elektronische Geräte, hohe Summen an Bargeld sowie Marihuana sicher.
 
Die Mutter von Nadia darf unter Auflagen zunächst auf freiem Fuß bleiben. Das Kind wird übergangsweise von einer Tante auf Mallorca betreut. Die Insel ist der Familie bekannt: Nadia und ihre Eltern hatten eine Zeit lang in Biniali im Inselinneren gelebt und die Öffentlichkeit mobilisiert, um die kleine Nadia behandeln zu können, die angeblich an der seltenen Krankheit Trichothiodystrophie (TTD) erkrankt sein sollte. Zuletzt hatten die drei auf dem spanischen Festland gelebt und von dort aus weiter Spendengelder einkassiert. (somo)

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