Mutmaßlicher Gewaltverbrecher von Calvià vor Gericht

Santa Ponça, Mallorca |
Mit Plakaten mit der Aufschrift "Calvià sagt Nein zu häuslicher Gewalt" haben 300 Menschen in Santa Ponça im Südwesten von Mallo

Mit Plakaten mit der Aufschrift "Calvià sagt Nein zu häuslicher Gewalt" haben 300 Menschen in Santa Ponça im Südwesten von Mallorca des Verbrechens gedacht.

Foto: Foto: Michel's

Der Brite, der am frühen Samstagmorgen seine Ehefrau in einem Appartment an der Costa de la Calma umgebracht haben soll, ist am Sonntag dem Gericht in Palma de Mallorca vorgeführt worden. Dort wurde der Mann zu den Geschehnissen befragt.

Wie bereits vermutet und nun von der Forensik bestätigt, war seine 49-jährige Frau durch Erstickung ums Leben gekommen. Alles deutet darauf hin, dass ihr Ehemann sie mit dem Ladekabel eines Mobiltelefons erdrosselt hat. Er selbst hatte kurz nach dem Vorfall die Rettungskräfte gerufen und die Tat gestanden. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos.

Am Samstag Nachmittag, wenige Stunden nach dem Tod der Britin, hatten sich rund 300 Menschen in Santa Ponça zu einer Gedenkkundgebung zusammengefunden. Parteien und Institutionen aus dem Gemeindegebiet Calvià verurteilten die Tat öffentlich und riefen dazu auf, die Augen vor solchen Verbrechen nicht zu verschließen.

Häusliche Gewalt ist in Spanien ein weit verbreitetes Problem, dass in einem eigenen Strafregister dokumentiert wird. Auf den Balearen ist die verstorbene Britin das erste bekannte Opfer in diesem Jahr. Im Vorjahr wurde auf den Inseln ein Todesopfer häuslicher Gewalt registriert, im Jahr 2014 sogar drei. (somo)

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