Auch Mallorca-Urlauber an Bord der Unglücksmaschine

Palma de Mallorca |
Das Flugzeug stürzte vermutlich bei Barcelonette in den französischen Alpen ab.

Das Flugzeug stürzte vermutlich bei Barcelonette in den französischen Alpen ab.

Das Flugzeug stürzte vermutlich bei Barcelonette in den französischen Alpen ab.Ein Hubschrauber überfliegt die Absturzstelle in den französischen Alpen.

In Südfrankreich ist am Dienstagmorgen eine Passagiermaschine der Fluggesellschaft Germanwings abgestürzt. An Bord befanden sich nach Angaben der deutschen Fluggesellschaft 150 Menschen, 144 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder.

Nach Angaben der spanischen Nachrichtenagentur Efe sind unter den Verunglückten auch Passagiere, die zuvor ihren Urlaub auf Mallorca verbracht hatten. Efe beruft sich dabei auf Mitarbeiter von Swissport, dem Handlingunternehmen am Flughafen von Barcelona.

Die Maschine vom Typ Airbus A-320 befand sich auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf. Die Absturzursache ist noch völlig unklar. Deutsche Behörden haben unterdessen keinerlei Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund. Das berichtet die deutsche Nachrichtenagentur Dpa unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Germanwings gab gegen 13.30 Uhr per Internet-Plattform Twitter bekannt: "Wir müssen leider bestätigen, dass Flug 4U9525 auf dem Flug von BCN nach DUS über den französischen Alpen verunglückt ist."

Die Airline richtete eine kostenfreien Telefonnummer für Angehörige von Fluggästen ein (0800 11 33 55 77). Betroffene können sich melden und werden dort betreut. "Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Germanwings und der Lufthansa sind in tiefer Betroffenheit ", teilte Germanwings mit.

Auch auf Mallorca reagierten die Menschen betroffen auf die Unglücksnachricht. Im Namen der Stadt sprach Palmas Bürgermeister Mateo Isern den Angehörigen der Verunglückten sein Mitgefühl aus und sagte alle offiziellen Veranstaltungen der Stadtverwaltung ab. Einige der Opfer seien vermutllich deutsche Mallorca-Urlauber gewesen, die sich auf dem Heimweg befanden. Die konservative Volkspartei Partido Popular (PP) sagte ebenfalls alle für Dienstagabend geplanten Wahlkampfveranstaltungen ab, "als Zeichen der Anteilsnahme mit den Opfern".

Im Balearen-Parlament hielten die Abgeordneten auf ihren regulären Sitzung am Dienstag eine Schweigeminute ein.

In Paris sagte das spanische Königspaar den gerade begonnenen Staatsbesuch in Frankreich ab. König Felipe VI. sprach von einer "fürchterlichen Katastrophe" und drückte den betroffenen Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. 

Laut der Internetseite Flightradar 24 verschwand die Maschine um etwa 10.40 Uhr mitteleuropäischer Zeit vom Radar. Das Flugzeug sei zuvor von seiner eigentlichen Flughöhe auf 38.000 Fuß Höhe bis auf 6800 Fuß abgesunken – mit einer Sinkgeschwindigkeit, die in einem Landeanflug normal sei.

Medienberichten zufolge wurden Trümmer der Maschine in der Nähe von Barcelonnette zwischen Grenoble und Nizza gesichtet. Der französische Staatspräsident Francois Hollande sagte, es gebe vermutlich eine große Zahl deutscher Opfer. Holland sprach von einer "Tragödie".

Der Mutterkonzern von Germanwings, die Deutsche Lufthansa, teilte per Twitter auf Englisch mit: "Wir wissen noch nicht, was mit Flug 4U 9525 passiert ist. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freunden unserer Passagiere und Besatzungsmitglieder."

Germanwings ist ein Tochterunternehmen der Lufthansa. Bei der Unglücksmaschine handelte es sich laut Flightradar 24 um einen Airbus A320, der bereits im November 1990 ausgeliefert wurde. Nach Informationen des Internet-Portals war die Maschine am vergangenen Sonntag von Düsseldorf nach Palma und wieder zurückgeflogen.

(aktualisiert um 16.36 Uhr. Neu: Schweigeminute im Balearen-Parlament. Rathaus Palma sagt alle offiziellen Veranstaltungen ab)

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