Streit um Phantomhaus in Cala Tuent

Grundbesitzer Pere Vicens wehrt sich gegen Enteignung

Cala Tuent, Mallorca |
Pere Vicens zeigt in der Cala Cala Tuent auf die Stelle, wo bis 2010 das Haus Can Ganxo stand.

Pere Vicens zeigt in der Cala Cala Tuent auf die Stelle, wo bis 2010 das Haus Can Ganxo stand.

Foto: Foto: Antonio Pol
Pere Vicens zeigt in der Cala Cala Tuent auf die Stelle, wo bis 2010 das Haus Can Ganxo stand.Die Cala Tuent im Februar 2015. Eine Aufnahme der Cala Tuent aus dem Jahre 2009: Im Hintergrund ist das Haus Can Ganxo zu erkennen.Vor dem Abriss des Hauses: Auf dem Transparent wird die Eröffnung einer öffentlichen Herberge gefordert.

Mallorca-Urlaubern, die vor allem Ruhe, Landschaft und Natur lieben, ist die Cala Tuent schon lange ein Begriff. Ihnen dürfte auch bekannt sein, dass sich in der Bucht bei Sa Calobra ein einsames Haus am Kiesstrand befand, das dort im Jahre 2010 abgerissen wurde. Jetzt soll der Grund ebenfalls enteignet werden, für knapp 2000 Euro.

"Das sind nicht einmal zwei Prozent der Mittel, die mich das Haus gekostet hatte", schimpft Pere Vicens. Er hatte in das Can Ganxo genannte Haus gemeinsam mit einem Geschäftspartner rund 700.000 Euro investiert, um dort ein Restaurant zu betreiben, das damals unmittelbar vor der Eröffnung stand, sagte er jetzt der spanischen Tageszeitung Ultima Hora.

Die Küstenbehörde riss jedoch nach langem Verfahren das Haus ab und stellte Vicens angeblich eine Geldstrafe von 300.000 Euro aus.

Die Familie des Mannes ist seit dem 13. Jahrhundert als Landbesitzer im Tramuntana-Gebirge bekannt, insbesondere im Gemeindegebiet von Escorca. "Es war mein Großvater, der dem Rathaus gratis kilometerlange Landtrassen zur Verfügung stellte, damit die Straße nach Cala Tuent gebaut werden konnte." Vicens wehrt sich nun dagegen, dass ihm das Land, auf dem das Haus stand, sowie ein dahinterliegender Olivenhain jetzt enteignet werden sollen.

Aus dem Rathaus ist zu vernehmen, dass zwischen den Bäumen ein Parkplatz "ohne Zement" errichtet werden soll, dazu auch Toiletten. Derzeit würden Strandbesucher ihre Notdurft auf dem Gelände hinterlassen. Der Olivenhain sei verschmutzt.

Gegen den Abriss des Hauses Can Ganxo hatte es seinerzeit Einwendungen gegeben. Stimmen hatten sich dafür stark gemacht, den Bau aus Sandsteinblöcken als öffentliche Wanderherberge nutzbar zu machen. (as)

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