Die Fische sind erstickt

Algen und Entenkot entzogen dem Wasser im Torrent massiv Sauerstoff

Sauerstoffmangel war Schuld: Tote Fische im Torrent von Son Bauló

Sauerstoffmangel war Schuld: Tote Fische im Torrent von Son Bauló.

Foto: Foto: Antoni Pol

Keine menschliche Umweltsünde war schuld, sondern Enten und Algen: Das massive Fischsterben im Torrent von Son Bauló im Norden von Mallorca ist auf Sauerstoffmangel durch Vogelkot und trübes Wasser zurückzuführen. Das ergaben Untersuchungen von Biologen. Der Torrent, der den touristischen Küstenort Can Picafort von der öffentlichen Finca Son Real trennt, enthalte zurzeit nur 50-70 Prozent Sauerstoff. Werte unter 80 Prozent sind für einige Tierarten tödlich.

Als Grund für die schlechte Wasserqualität nannten die Wissenschaftler des Umweltdezernates von Santa Margalida die hohe Population von Enten, deren Kot bei seiner Zesetzung dem Wasser massiv Sauerstoff entziehe. Auch Algen spielten eine Rolle. Durch die grüne Färbung des Wassers gelange zu wenig Sonnenlicht auf den Grund des Gewässers, was eine ausreichende, Sauerstoff produzierende Fotosynthese der Wasserpflanzen verhindere. Illegale Abwasser-Einleitungen von Hotels aus der Zone wurden nicht festgestellt.

Hunderte verendete Tiere waren am Sonntag in dem stehenden Süßwasser entdeckt worden. Die meisten Fische waren lediglich drei bis vier Zentimeter lang, aber es gab auch einige Exemplare, die bis zu drei Kilo wogen. Der Bach von Son Bauló bildet kurz vor dem Meer ein Feuchtgebiet hinter der Sandbarriere des Strandes.

 

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