Zwei Uruguayer sollen Schweizer überfallen haben

Einer der tatverdächtigen Männer hat die Insel bereits verlassen

Dem festgenommenene Uruguayer wird der Überfall auf den Schweizer Mallorca-Residenten zur Last gelegt.

Dem festgenommenene Uruguayer wird der Überfall auf den Schweizer Mallorca-Residenten zur Last gelegt.

Foto: Foto: Alejandro Sepúlveda

Die mutmaßlichen Täter, die für den brutalen Überfall auf einen Schweizer und seine Frau auf Mallorca verantwortlich gemacht werden, sind ermittelt. Die Guardia Civil hat in Port de Pollença einen Einwanderer aus Uruguay festgenommen. Ein weiterer Landsmann hat bereits die Insel verlassen. Nach ihm wird gefahndet.

Der 78 Jahre alte Schweizer und seine spanische Frau (76) waren am 27. Dezember in ihrem Haus von zwei Männern überfallen, gefesselt und geschlagen worden. Dabei verletzten die Täter den herzkranken Mann an Kopf und Oberkörper so schwer, dass er in ein Krankenhaus gebracht werden musste. Dort starb der Mann am Neujahrstag.

Am Dienstag meldete die Polizei die Festnahme eines Mannes, den sie der Tat verdächtigt. Nähere Einzelheiten wurden jedoch zunächst nicht bekannt gegeben. Mittlerweile hat sich jedoch Medienberichten zufolge herausgestellt, dass es sich bei dem Mann um einen Südamerikaner handelt, der der Polizei als Kleinkrimineller bekannt ist. Der Tatverdächtige war bereits wegen geringer Drogendelikte aktenkundig geworden. Am Abend durchsuchten Polizeibeamte im Beisein des Festgenommenen dessen Wohnung.

Die Polizei hatte am Tatort Spuren sichergestellt und ausgewertet. Dadurch konnten sie den Mann aufspüren. Hilfreich für die Fahnder sei zudem ein Hinweis aus der Nachbarschaft des Schweizers gewesen.

Der Festgenommene stritt seine Beteiligung an dem Überfall ab. Die Polizei schließt nicht aus, dass außer den beiden Hauptverdächtigen weitere Täter an dem Überfall mitgewirkt hatten. Sie sollen zumindest vor der Villa des Schweizers die Lage beobachtet haben, um gegebenfalls Alarm zu schlagen.

Die beiden Männer, die in das Haus eingedrungen waren, hatten ihre Gesichter hinter Sturmhauben verborgen. Mit extremer Gewalt wollten sie den Schweizer zwingen, ihnen Geld zu geben. Offenbar befand sich in dem Haus jedoch kein Geld. Die Täter zogen ohne jede Beute ab.(as)

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