Sven Plöger: "Klimaschutz kann Spaß machen"

| Mallorca |
Sven Plöger stand im MM-Interview Rede und Antwort.

Sven Plöger stand im MM-Interview Rede und Antwort.

Foto: Patricia Lozano
Sven Plöger stand im MM-Interview Rede und Antwort.Sven Plöger war im Loryc auf Mallorca unterwegs.

Der Meteorologe Sven Plöger erkundete Mallorca am Steuer eines Loryc mit Elektroantrieb. Im MM-Interview spricht er über den Klimawandel und jene, die ihn nicht wahrhaben wollen.

Mallorca Magazin: Der Meteorologe Sven Plöger im E-Auto – nur aus Spaß, oder steckt da auch eine Botschaft dahinter?

Sven Plöger: Beides. Es macht Spaß, speziell auf dieser herrlichen Insel. Aber es gibt auch eine Message. Als Meteorologe ist man sehr nah dran am Thema Klimaschutz und will auch gerne einen eigenen Beitrag leisten. Klimaschutz – und E-Mobilität ist eine Form davon – kann Spaß machen, diese Message kann man gut versenden.

MM: Sind Elektroautos wirklich d i e Lösung?

Plöger: D i e Lösung bei einer komplexen Problematik zu finden, ist schwierig. Man muss immer eine Abwägung treffen. Klarer Vorteil der E-Mobilität: Da, wo das Auto fährt, entstehen keine Emissionen, weder Abgase noch Lärm. Aber es bleiben natürlich Fragen: Wie entsteht der Strom, wie entstehen die Batterien, und wie werden sie später entsorgt? Klar ist, wir müssen weg von der fossilen Energie, und die Elektro-Mobilität ist – neben Wasserstoff und vielen anderen Projekten – ein guter Weg dahin, auf dem es auch noch viele technische Fortschritte geben wird.

MM: Sie sind privat auch schon umgestiegen?

Plöger: Bei der Mobilität noch nicht, aber bei der „Immobilität”: Ich habe eine Solaranlage auf dem Dach meines Hauses, produziere damit meinen eigenen Strom und das Warmwasser. Geheizt wird – über den erzeugten Strom – mit Infrarotheizplatten, aber auch mit Holz.

MM: Was sagen Sie jenen, die am Klimawandel zweifeln? Die gibt es ja nicht nur in den USA.

Plöger: Ja, die gibt es, und unglücklicherweise ist einer davon gerade auch noch amerikanischer Präsident. Das Hauptproblem: Das Thema Klimawandel ist ungeheuer komplex. Wenn jemand etwas nicht versteht, kann das dazu führen, dass er es auch nicht glaubt, vielleicht nicht glauben will. Denn eine Welt, in der wir für Klimaänderungen nichts können, ist eine schönere Welt – wir sind dann schließlich nicht verantwortlich und müssen ergo auch nicht handeln.

MM: Sie haben vier Bücher zu dem Thema geschrieben. Versuchen Sie doch eine einleuchtende Erklärung.

Plöger: Man muss sich eines klarmachen: Natur und Mensch verändern das Klima gemeinsam. Das Klima hat sich schon immer geändert, das ist ein normales Geschehen, und wir Menschen kommen „on top”. Der entscheidende Punkt: Auf unserem Planeten Erde vollziehen sich klimatische Veränderungen global immer schneller. Ein Planet beschleunigt aber nichts aus Lust und Laune. Die Wissenschaft sagt deshalb, dass 50 bis 75 Prozent der derzeitigen Klimaänderungen menschengemacht sind. Wir tragen also sehr wohl Verantwortung und müssen handeln.

MM: Und wissenschaftlich ist das eindeutig?

Plöger: Schaut man sich die wissenschaftliche Literatur an, und das sind Zehntausende Artikel und Forschungsarbeiten weltweit in den entsprechenden Fachzeitschriften – englischsprachig und sehr mathematiklastig –, dann kommt man klar zu dem Schluss: Ja, diese Veränderungen sind real. Deshalb gibt es auch immer weniger Leute, die den Klimawandel an sich verneinen. Aber es gibt die Haltung: Nicht der Mensch ist schuld. Aber die Kritiker können nicht erklären, was zu diesen schnellen Veränderungen führt, wenn es nicht der Mensch ist.

MM: Wo stehen wir denn? Ist es fünf vor zwölf?

Plöger: Ich möchte weder den erhobenen Zeigefinger ausfahren noch eine Apokalypse ankündigen. Wir haben noch etwas Zeit zum Handeln – Größenordnung 20 Jahre. Aber es muss dann auch gehandelt und nicht nur geredet werden. Seit der ersten weltweiten Umweltkonferenz vor 26 Jahren in Rio de Janeiro ist der Kohlendioxidausstoß um 60 Prozent gestiegen. Wir müssen pragmatisch und ideologiefrei handeln. Dann kann man durchaus noch zu einem optimistischen Ergebnis kommen.

MM: Wir schauen nach Kioto oder Paris. Was kann denn der Einzelne tun?

Plöger: Es gibt Hunderte von Ratgebern dazu. Die stehen auch bei vielen Menschen im Bücherregal. Also: Lesen und machen, was drinsteht. Das ist natürlich eine Riesenlitanei. 30 Prozent der Emissionen in Europa kommen von der Mobilität. Ich kann hinterfragen, ob jede Fahrt notwendig ist, öffentliche Verkehrsmittel benutzen, auf E-Autos umsteigen. Anderes Beispiel: Setzen Sie beim Kochen einen Deckel auf den Topf, das spart 30 Prozent Energie. Wichtiger Nebeneffekt: Sie sparen Geld! Mir persönlich ist es völlig egal, aus welchen Motiven heraus jemand klimafreundlich ist. Die Summe des lokalen Handelns macht den globalen Effekt.

MM: Haben Sie sich auch mit den Auswirkungen des Klimawandels auf den Mittelmeerraum beschäftigt?

Plöger: Im Zentrum meiner Überlegungen steht zwar Mitteleuropa, aber eine Auswirkung im Mittelmeerraum können mit der weiter steigenden Wassertemperatur sogenannte „Medicane“ sein. Es sind kräftige Tiefdruckwirbel mit heftigen Stürmen und Starkregen, die in ihrer Struktur durchaus an tropische Wirbelstürme erinnern.

MM: Wie hat der Klimawandel Ihr Berufsbild verändert? Früher waren Meteorologen einfach fürs Wetter zuständig.

Plöger: Das sind sie auch immer noch. In einer zweiminütigen Wettersendung kann ich nicht viel über den Klimawandel sagen. Das mache ich in Dokumentationen oder in Vorträgen. Aber: Die Wettervorhersage ist eng damit verbunden. Beispiel Starkregen: Die Prognose ist anspruchsvoller geworden, weil mehr Warnlagen existieren. Wir müssen die Bevölkerung informieren, haben aber mit gewissen Ungenauigkeiten zu tun. Das sogenannte Nowcasting, kurzfristige Vorhersagen, werden wichtiger.

MM: Da kommen wir zu einem schönen Thema: Meteorologen stehen im Ruf, sich ständig zu irren. Retten Sie die Ehre Ihres Berufsstandes!

Plöger: Das kann ich sehr gut. Erstens, wenn ich meine Mails checke, komme ich zu einem anderen Schluss: 95 Prozent freuen sich darüber, dass die Prognosen gut sind. Aber wir können das auch statistisch angehen: Bei Prognosen für den Folgetag liegen wir zu 90 bis 93 Prozent richtig. Ein guter Wert. Das heißt aber auch: An knapp einem von zehn Tagen liege ich falsch. Und welchen Tag merkt sich der Zuschauer? Den mit der falschen Prognose. Der wird viel stärker wahrgenommen.

MM: Welches Klima, welches Wetter darf’s denn sein?

Plöger: Ich brauche keine 30 oder 35 Grad. 25 sind völlig ausreichend. Ideal ist Schönwetter mit kleinen Cumuluswolken. Die zeigen mir beim Gleitschirmfliegen an, wo die Thermik ist. Das zweite Wetter: das herausfordernde, wenn etwas passiert. Hagel- oder Graupelschauer, Temperaturschwankungen, Windböen – das macht Vorhersagen spannend.

Zur Person

Sven Plöger, 1967 in Bonn geboren, gehört zu den bekanntesten Diplom-Meteorologen Deutschlands. Dafür sorgen unter anderem seine Wetterberichte in der ARD-Sendung „Das Wetter vor Acht” und im Anschluss an die Tagesthemen, aber auch zahlreiche Auftritte in Wissenschafts- und Diskussionssendungen und Vorträge über Klima und Wetter. Außerdem ist er Autor beziehungsweise Co-Autor von vier Büchern zum Thema. Plöger, 2010 als „Bester Wettermoderator Deutschlands” ausgezeichnet, setzt sich beim Thema Klimawandel stets für eine Versachlichung der Diskussion ein. Plöger ist verheiratet. Zu seinen Hobbys gehören die Fliegerei (Gleitschirm, Segelflug, Ultraleichtflug) und das Tauchen.

(aus MM 11/2018)

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Hajo Hajo / Vor 6 Monaten

Vieles was früher den Archäologen nicht erklärlich war, sind heute keine Phänomene mehr und oft einfach und simpel zu erklären. Und nur deshalb, weil man technisch, methodisch und durch Computer gestützte Auswertungen und Anwendungen, sogar aus der Kriminaltechnik und Forensik in verblüffende Zusammenhänge führen kann. Beispiel die Mayas. Hartnäckig hielten sich die Behauptungen, sie wären an ihrem Untergang selbst schuld gewesen. 1. sind sie nicht unter gegangen, sondern haben ihre Heimat verlassen müssen und sich mit anderern Völkern vermischt. 2. war eine ca. 400 Jahre dauernde Dürre die Ursache für ganz Mittelamerika von der Natur nicht mehr leben zu können. 3. kam es ist nicht nur zu massenhaften Blutopfern, sondern auch zu Kannibalismus, wie Anthropologen und Archäoforensiker anhand der Knochenfunde und Art der einfachen Bestattung ermitteln konnten. 4. Es war auch die Zeit vieler Klimafolgen in Europa bis etwa 1.200 n.Chr. und erklärt viele bisherig nicht beantwortete Fragen. 5. Neue Forschungen beweisen auch, dass Amerika nicht kontinuierlich über die Beringstrasse bis Südamerika besiedelt wurde, sondern es bereits vor dieser Zeit Menschen in Südamerika gab. Beide Völker sind ethnisch nicht verwandt..

Weitere Erfolge verzeichnet man ganz unglaublich durch die Untersuchung biblischer Strafen und Geschichten auf Wahrheitsgehalt und/oder Ursachen. So gut wie alle lassen sich auf Naturkatastrophen gewaltigen Ausmasses, sowie Kriege, auch ausgeschmückter Geschichten zurück führen. Die wichtigsten waren Vulkanausbrüche und Tsunamis, wie sie heute manches mal noch am pazifischen Feuerring bis Asien vorkommen. Neue Zweige der Geowissenschaften befassen sich mit Isotopen und anderen Hinweisen im Gestein und Sedimenten und können in etwas den Ereignishorizont ablesen und mit den Daten der biblischen Schreiber wie auch der Griechischen vergleichen. Da tun sich seltsame Zusammenhänge auf und beantworten viele Fragen der Archäologen und Histroriker. Wer zu all den Themen mehr wissen will, schaut passende Dokumentationen im TV an. Jeden Tag werden sie in breiter Fülle angeboten.

Gecko / Vor 6 Monaten

Ganz einfach. Mit dem Geschäft Umweltschutz wird kräftig Kohle gescheffelt. Da werden Batterieautos auf die Strasse gestellt, ohne sich wirklich Gedanken darüber zu machen was mit den Accu`s passiert. Eine nachhaltige Lösung gibt es nicht wirklich. Vermutlich werden die in Afrika im Boden verbuddelt, oder die Inder dürfen die Dinger irgendwie entsorgen...lach. Windparks, die wohl nicht wirklich nachhaltige Erfindung der letzten 30 Jahre. Sondermüll sind mal die Rotorblätter, da unmöglich wieder verwertbar. Das Fundament mit 3000 Tonnen Beton landet vermutlich im Meer. Und die Stromleitungen müssen aus dem Boden herausgenommen werden, um Folgeschäden am Grundwasser zu vermeiden, da ein Gesetz besagt dass die Windräder vollkommen vernichtet werden müssen. Das beste kommt zuletzt. Und das nennen wir dann Entsorgen. Alles was mit dem sogenannten Umweltschutz zusammen hängt, ist am Schluss das grössere Uebel weil keiner weis wohin mit dem alten Dreck. Hajo Hajo hat es genau richtig beschrieben. Erderwärmung und Abkühlung ist ein natürlicher Zyklus der Erdkugel. Dies wurde vor über 7 Jahren von 5 weltbekannten Professoren bereits veröffentlicht. Komischerweise wurde dieser Beitrag nie wirklich gross an die Glocke gehängt. Mir scheint dass wir unter der Rubrik Umweltschutz irgendwie verschaukelt werden. Das ist allerdings meine Meinung, und ich möchte niemanden beleidigen.

Hajo Hajo / Vor 6 Monaten

Korrektur, es muss heissen = Was also ist unser eigentliches Problem? Antwort = wir denken in zu kurzen Zeiträumen und lassen uns von diversen Gurus "dazu verleiten" all das Vorgenannte an Tatsachen zu ignorieren und ihre Gläubiger zu werden.

Nachtrag = wenn die Welt das Problem der Übervölkerung nicht in den Griff bekommt, kann die Katastrophe der Ausbeitung der letzten Ressourcen der Erde nicht mehr verhindert werden. Wer wissen will wie das ausgehen kann, schaut sichdie File an

# "Soylent Green" an. New York 2022. Polizei-Detective Thorn ermittelt im Fall eines ermordeten Geschäftsmanns, der Kontakte zum Lebensmittelkonzern Soylent hatte. Dessen neues, angeblich aus Plankton gewonnenes Produkt »Soylent Grün« ist bei den 40 Millionen Einwohnern der Stadt hochbegehrt. Thorns Nachforschungen führen ihn ... # Geburten verboten (Alternativtitel ZPG – Die Erde stirbt, Originaltitel Z.P.G.) ist ein US-amerikanischer dystopischer Science-Fiction-Film von Michael Campus aus dem Jahre 1972. Er thematisiert das Problem der Überbevölkerung und deren mögliche ökologische und gesellschaftliche Auswirkungen. Die Abkürzung Z.P.G. ...nix für schwache Nerven.

Hajo Hajo / Vor 6 Monaten

In der letzten Zeit habe ich fast alle seine Dokumentationen, Reiseberichte und Beiträge im TV gesehen. Dabei sind mir immer wieder die wohl unbeabsichtigten Rückbezüge auf Auswertungen von früher nicht berücksichtigten Resultaten der Archäologie, Früh- und Spätgeschichte aufgefallen. Sie beweisen eindeutig und in der Kausalität mit einander, dass es keinen Klima"wandel" gibt, sondern nur die kontinuierliche Fortentwicklung der "Warmzeit" nach Ende der Eiszeit vor ca. 13.000 Jahren. Neue Fachgebiete wie Dendrochronologie, Eis- und Sedimentkernfroschung, Archäobotanik, Archäobilogie, Archäogelogie, etc.etc. sowie auch Astronomie beweisen klippt und klar die Periodizität der Klimaphänomene. Spannend auch die Auswertungen aus dem was die Menschen damals gegessen haben und welche Pollen man in Sedimenten und Eiskernen findet. Sie weisen eindeutig auf Pflanzenarten hin, die heute nicht mehr bei uns wachsen weil es zu kalt ist.

Nimmt man dazu noch unsere eigene industrielle Zeitenwende ab etwa 1900, wo der Himmel schwarz war vor Russ und Abgase fragt man sich schon warum es "damals" auch nicht wärmer wurde, als man heute fabuliert? Einzig die Menschen starben früher.

Nimmt man dazu noch die Geschichte von Erick dem Roten, der um ca. 1.000 n.Chr, ein "Grünland" entdeckte und für Dänemark als "Grönland" besiedelte, dann fragt man sich schon, WAS war das für eine Periode in der Erdgeschichte die dazu führte und später im Eis wieder unter ging? Nachdem das Eis jetzt erneut zurück geht, kommen diese Siedlungen wieder zum Vorschein und werden ausgewertet.

Die Astronomie beweist ausserdem, dass die Erdumlaufbahn und das Pendeln der Erdachse, sowie Sonnenaktivitäten grosse Auswirkungen auf die Erde haben, die sich ebenfalls periodisch wiederholen.

Was also ist unser eigentliches Problem? Antwort = wir denken in zu kurzen Zeiträumen und lassen uns von diversen Gurus davon abbringen all das Vorgenannte an Tatsachen zu ignorieren und ihre Gläubiger zu werden. Wer sich dagegen wehrt, wird nieder gemacht und als Ketzer verurteilt. Egal welche Fakten er vorbringt. Da sich Deutschland sowieso als all wissender und missionarischer Nabel der Welt hält, bleiben Logik und Besonnenheit, leider auch Selbsterkenntnis, auf der Strecke. Und nicht nur in dieser Sicht. Vor allem was sich an Folgen auf den Rest der Welt ergeben, wenn man allein den Biomasseirrsinn bewertet, der in Deutschland seinen Ursprung hat, der ganze Regenwälder dahin rafft.