Loom-Armbänder auch auf Mallorcas Schulhöfen der Hit

Cool, selbstgemacht und aus Gummi: So kommen Kids freiwillig zur Handarbeit

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Haben Einzug auf den Schulhöfen gehalten: Die Loom-Armbänder in den Farben des Regenbogens.

Haben Einzug auf den Schulhöfen gehalten: Die Loom-Armbänder in den Farben des Regenbogens. Foto: Lydia Larrey

Haben Einzug auf den Schulhöfen gehalten: Die Loom-Armbänder in den Farben des Regenbogens.Farbvielfalt: Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. FotosDie Gummibänder im Rohzustand.

David Beckham und Gwyneth Paltrow tragen sie ebenso wie Großbritanniens Kronprinzessin Catherine und kürzlich sah man auch unter dem Sakko von Spaniens Kronprinz Felipe eins hervorlugen: Rainbow Looms, das Gummiarmband, das trotz Playstation und iPad Einzug in die Kinderzimmer der Welt gefunden hat.

Fertig gekauft haben die Promis die Bänder nicht: Vielmehr haben die Schmuckstücke ihre Kinder gemacht, außer vielleicht im Falle von Catherine, dazu ist Prinz George wohl noch zu klein. Das Gute daran: Der Spaß kostet nur ein paar Euro, ist also nicht nur dem wohlhabenden Promi-Nachwuchs vorbehalten.

Auch auf Mallorca flechten Kids im Alter zwischen fünf und fünfzehn Jahren Armbänder aus den kleinen Gummiringen in verschiedenen Farben. In Zeitungskiosken und Spielwarenläden gehören sie neben Sammelkarten zu den aktuellen Verkaufsschlagern. Im Prinzip reichen zwei Malstifte oder die Finger, um mit dem Flechten zu beginnen.

Eine der einfachsten Versionen ist das Fischgrätenmuster: Ein Video auf Youtube erklärt es leicht verständlich. Ist das Gerüst einmal gebildet, geht es wirklich kinderleicht. Geübte Kinderhände schaffen ein Band in rund zehn Minuten. Im Internet gibt es mittlerweile eine wahre Flut von Erklärvideos, welche die verschiedensten Modelle zeigen, vom einfachen bis zum anspruchsvollen Armband, oder sogar Tiere können geflochten werden, der neueste Hit im Internet ist eine Schlange.

Erfunden hat das Ganze der amerikanische Ingenieur mit malayischen Wurzeln, Cheong Choon Ng. Angeblich hat er sein Geschäft mit dem Spielzeug mit 10.000 Dollar gestartet, die für das Studium seiner Töchter gedacht waren. Für die hat er die hippen Bändchen auch ausgetüftelt. Der Legende zufolge soll Choon Ng mittlerweile mehr als 100 Millionen Euro umgesetzt haben.

Seine ebenso einfache wie geniale Erfindung hat allerdings auch einen Nachteil: Nachahmer sind schon zuhauf auf den Plan getreten. Auf der Internetseite des Originals steht daher ein Warnhinweis zu lesen, dass es viele Piratenprodukte der Rainbow Looms gibt, man deshalb nur in autorisierten Spielzeugwarenläden kaufen sollte.

Tatsächlich ist das Original in Spanien noch nicht zu bekommen, sehr wohl aber schon die "Me-Too-Produkte". Den Kindern ist das herzlich egal, flechten lassen sich auch die Nachahmer wunderbar. Sowohl Jungs als auch Mädchen sind verrückt nach den Bändchen. "Verrückt" ist ohnehin ein Stichwort, das häufig in dem Zusammenhang fällt. Auf loombandcrazy.com können sich die Fans mit den neuesten Extras versorgen. Wie lange der Boom-Loom anhält? Bis zum nächsten Trend gewiss.

(aus MM 17/2014)

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