Rabe "Macario" ließ sich Zeit

Gezähmter Vogel ist Protagonist der Tiersegnung in Mancor de la Vall

Tiersegnung in Inca.

Tiersegnung in Inca.

Tiersegnung in Inca.Tiersegnung in Inca.Alles gut gemacht! Rabe "Macario" erhält nach seinem Flug ein Stückchen Brot.

Einer biblischen Legende nach trug einst ein Rabe dem Heiligen Antonius ein Stück Brot im Schnabel zu, als der fromme Mann am Verhungern war. Ein lebendiger Rabe ist darum auch beim Sant-Antoni-Fest in Mancor de la Vall seit Jahren der Protagonist der dörflichen Feier. Doch diesmal ließ sich "Macario" ein wenig Zeit ...

Der zahme Vogel, der wie in den Vorjahren vom Kirchturm aus zu seinem Flug auf den Marktplatz starten sollte, setzte sich zunächst auf den Sims des Gotteshauses und verharrte dort einige Sekunden. Alle Zuschauer hielten gespannt den Atem an, berichtet  die spanische Tageszeitung "Ultima Hora" am Montag. Erst danach flog "Macario" zu einer stilisierten Höhle auf dem Platz, wo er vom "Heiligen Antonius" empfangen wurde.

In Mancor de la Vall wird die Aufführung mit dem Raben seit 1981 begangen. Der Vorgänger von "Macario" war "Rasputin", ein gezähmter Vogel, der in dem Dorf jahrzehntelang zum Einsatz kam.

Der Vogelflug war zugleich Auftakt der Tiersegnung. Wie in Mancor fanden in zahlreichen Dörfern der Insel am Sonntag die sogenannten "Beneïdes" statt. Früher trieben die Landwirte ihre Herden an der Kirche vorbei, heute führen die Gläubigen ihre Haus- und Schoßtiere mit.

In Sóller ritt ein Reitverein am segnenden Pfarrer worbei. An anderen Orten der Insel waren die Menschen sogar mit Eselskarren und Pferdekutschen unterwegs, um den Segen für ihre Tiere zu erhalten. (as)

 

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