Hoteliers wollen neue "Benimmregeln"

| | Playa de Palma, Mallorca |
Gegensätze an der Playa de Palma: Die einen Unternehmer setzen auf Cocktails, die anderen auf billigen Alkohol.

Gegensätze an der Playa de Palma: Die einen Unternehmer setzen auf Cocktails, die anderen auf billigen Alkohol.

Foto: Patricia Lozano

Zehn Tage vor Winterbeginn richtet der Hotelverband an der Playa de Palma sein Augenmerk auf die kommende Saison und fordert mehr Sauberkeit und Sicherheit an der bedeutendsten Tourismusmeile Mallorcas. Abhilfe verspricht sich der Unternehmerverband von einer neuen städtischen Verordnung für ein zivilisiertes Zusammenleben. Die Hoteliers wollen die neuen sogenannten "Benimmregeln" gemeinsam mit der Stadtverwaltung ausarbeiten, heißt es in einer Mitteilung der Organisation vom Montag. "Wir hoffen, dass die künftige Verordnung noch vor Beginn der neuen Saison in Kraft treten kann", sagte eine Verbandssprecherin auf MM-Anfrage.

Das Ziel sei es, unerwünschte Verhaltensweisen in der Verordnung konkret zu benennen und auch die entsprechenden Geldstrafen bei Zuwiderhandlung aufzuführen, hieß es. Auf diese Weise sollen etwa Prostitution in der Öffentlichkeit, ambulanter Straßenhandel oder Trinkgelage unter freiem Himmel wirksam bekämpft werden. Künftig wollen sich der Hotelverband und die Anwohnervereine zu einer Plattform zusammenschließen, um gemeinsam gegen Auswüchse vorzugehen und die Behörden zum Eingreifen veranlassen.

Der Hotelverband verwies darauf, dass 43 Hotels an der Playa de Palma (das ist die Hälfte aller Verbandshotels) mit ihren 15.000 Betten bisher Millionenbeträge investiert haben, um die Unterkünfte zu modernisieren und das Image der Destination aufzuwerten. "Diese Strategie zur Anhebung des touristischen Produkts ist nicht vereinbar mit bestimmten Freizeitangeboten, die auf billigen Alkohol und Sauftourismus setzen", heißt es in der Mitteilung.

Zum Hintergrund: In der vorangegangenen Legislaturperiode hatte das konservativ regierte Rathaus von Palma eine städtische Verordnung für zivilisiertes Verhalten verabschiedet. Kaum in Kraft, mussten die sogenannten Benimmregeln wegen juristischer Formfehler wieder abgeschafft werden. Jetzt will offenbar der linksregierte Stadtrat eine neue Verordnung ausarbeiten. (as)

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Hajo Hajo / Vor 1 Monat

Die Kläger sollten sich zuerst an ihre Geschäftskollegen wenden, die für den Verkauf all dessen sorgen, mit denen dann die Sauerei angerichtet wird. Die kassieren bloß, zahlen aber nichts für die Beseitigung der Hinterlassenschaften. Pfand wäre auch sehr hilfreich und zwar auf der ganzen Insel.

Pedro / Vor 1 Monat

Da sollte sich die Fergusgruppe mit einklinken. DIeses Riesenaparthotel am Ende von Paguera ,beherbergt fast ausschließlich Iren, Zum Strand zu kommen, da muß man min. 15 Min. laufen...,Der Anblick der Gäste dieses Hauses,ist für uns Alle der blanke Horror und verleiht dem kleinen Ort ein völlig falsches Bild. Halbnackte Massen laufen Morgens hin, teilwe. Mittags ins Hotel, dann wieder zum Strand, Spätnachmittag zurück. Männer, egal welchen Altern, welcher Figur,laufen - teilweise mit Badehosen,UND nacktem Oberkörper durch unseren Ort, setzen sich auf die Lokalterrassen und verlangen, bedient zu werden, die Frauen, ob dick ob dünn nur mit einem Bikini bekleidet..So geht man natürlich auch einkaufen....Bisher hatten wir das Glück, von dieser Spezies Mensch verschont geblieben zu sein, aber diese Massen in der Saison 2017, der blanke Horro, widerlich. Es wurde das Hotel mehrfach angeschrieben, mit der Bitte, den Gästen entsprechende Infos zu geben, wie man sich NICHT verhält. Reaktion 0 Gerade Calvia - so auf Ordnung aus - unternimmt nichts, vielleicht stört es die Linken nicht, was scheren denn da Belange der steuerzahlenden Bürger. Wir werden in Calvia versuchen, irgendetwas zu erreichen , nach de Motto: Unser Ort soll schöner werden. Feliz Navidad