Kein Geld für Sanierung der Playa de Palma

Minister: Sparzwänge in Madrid haben den Tourismusetat reduziert

Für den Integralen Sanierungsplan der Playa de Palma ist vorerst kein Geld vorhanden.

Für den Integralen Sanierungsplan der Playa de Palma ist vorerst kein Geld vorhanden.

Foto: Foto: M.C.

Für Mallorcas Hotelindustrie ist es wie eine kalte Dusche gewesen, was ihnen der spanischen Tourismusminister José Manuel Soria am Mittwoch auf seiner Pressekonferenz im Rahmen der Internationalen Tourismus-Börse ITB in Berlin zu verkünden hatte: Für den Sanierungsplan der Playa de Palma ist im laufenden Etat kein Geld vorgesehen. Aufgrund der Sparzwänge ist der Posten stark gekürzt worden.

Nach Sorias Worten sieht der Haushalt für 2012, der Ende des Monats im Detail präsentiert wird, einen Tourismus-Etat von 450 Millionen Euro vor. Bei den Haushaltsplanungen war man 2011 jedoch noch von einem Etat von 607 Millionen Euro ausgegangen. Die Rotstiftpolitik strich demnach den Haushalt für Tourismus auf etwa zwei Drittel zusammen.

Ernüchterung machte sich bei den Hoteliers auch breit, als sie den offiziellen Balearenstand auf der ITB unter der Dachmarke des spanischen Tourismusamtes Turespaña erblickten. Der einst 600 Quadratmeter große Stand war auf 70 Quadratmeter zusammengeschrumpft. Die Tourismusdezernentin des Inselrates von Ibiza, Carmen Ferrer, kritisierte, dass man unter solchen Umständen nicht richtig arbeiten könne.

Mallorcas Hotelindustrie setzt ihre Hoffnungen auf den deutschen Quellmarkt. Wegen der instabilen politischen Lage in Nordafrika wird für den Sommer 2012 mit zusätzlichen Gästen aus "Alemania" gerechnet. Am Schwächeln sind hingegen der britische und der spanische Quellmarkt. Die Hoteliers hoffen dennoch, die guten Zahlen des Vorjahres wiederholen zu können. (as) 

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