Wandern hoch über der Inselhauptstadt

| Palma de Mallorca |
Die Steinhütte am Mirador Alzamora wurde zur Förderung des Wandertourismus errichtet, ist aber heute völlig verfallen.

Die Steinhütte am Mirador Alzamora wurde zur Förderung des Wandertourismus errichtet, ist aber heute völlig verfallen.

Foto: Foto: mic
Die Steinhütte am Mirador Alzamora wurde zur Förderung des Wandertourismus errichtet, ist aber heute völlig verfallen. Blick über Palma, von der Anhöhe Na Burguesa aus.

Die Waldgebiete oberhalb von Palma sind wenig bekannt, haben aber Potenzial zum Naherholungsgebiet für gestresste Großstädter oder Inselgäste.

Ausgangspunkt für eine schöne Rundwanderung ist der Coll des Vent, den man über die Landstraße Ma-1043 von Gènova Richtung Calvià/Puigpunyent erreicht. Das Sträßchen hinter dem Gelände der Kaserne Jaume II ist zwar neu asphaltiert, schlängelt sich aber in engen Kurven den Hang hinauf und erfordert deswegen besondere Aufmerksamkeit. Parken kann man nach Kilometer 6, sobald man die erste markante Spitzkehre bergab passiert hat. Gleich nach der Linkskurve finden sich linker Hand Abstellmöglichkeiten.

Etwa 200 Meter weiter unterhalb stoßen wir in einer Rechtskurve auf ein grünes Gatter, das den Ausgangspunkt zur Wanderung bildet. Dahinter ist gleich ein Wasserreservoir zu sehen, und ein Kiesweg führt sanft bergauf. Keinesfalls irritieren lassen sollte man sich von Schildern, die auf ein Jagdrevier hinweisen sowie donnerstags, samstags, sonn- und feiertags das Wandern und Radfahren verbieten wollen. Ortskundige scheren sich jedenfalls nicht darum und sind sieben Tage die Woche in dem Gebiet anzutreffen, das als Na Burguesa bezeichnet wird und zu Fuß auch vom gleichnamigen Turm hoch über Gènova zu erreichen ist. Eine martialisch über den Weg gespannte Kette dient lediglich dazu, Motocross-Fahrer davon abzuschrecken, mit ihren Maschinen durch die Landschaft zu pflügen.

Um die ehemalige Schutzhütte am Mirador n'Alzamora zu erreichen, biegt der Wanderer nach etwa 20 Minuten nach einer Rechtskurve rechts vom Hauptweg ab und folgt weitere 35 Minuten einem steilen kurvigen Weg, bis es nicht mehr weiter geht. Kurz nach dem Einstieg passiert man rechter Hand ein verrostetes Autowrack.

Ein majestätischer Blick Richtung Calvià, Santa Ponça, Malgrats-Inseln und El Toro bietet sich von den Ruinen einer Steinhütte, die in den 20er-Jahren zur Förderung des Wandertourismus errichtet wurde, dann aber in Vergessenheit geriet.

Wer sich nicht auskennt und auf Nummer sicher gehen will, nimmt auf dem Rückweg die gleiche Strecke. Alternativ kann man sich an einer Abzweigung mit Steinpyramide nach rechts orientieren und über einen steinigen Pfad zum Coll des Pastor marschieren. Dabei geht es recht unwegsam in eine kleine Schlucht, die die schwierigste Stelle markiert. Sobald man sie passiert hat, steigt der Weg an, wird aber bequemer. An einer Abzweigung wenden wir uns nach links und stoßen nach etwa fünf Minuten auf eine Kreuzung von Kieswegen (Coll des Pastor). Hier ebenfalls links gehen. Nach rechts würden wir über den Hauptweg in zirka 45 Minuten zum Na-Burguesa-Turm bei Gènova kommen. Stattdessen durchwandern wir jedoch lieber auf der anderen Seite bergauf die Serpentinen mit Blick auf Palma. Auf 529 Metern befindet sich hier auch der Scheitelpunkt der Tour.

Immer geradeaus auf einem breiten Kiesweg mit betonierten Passagen für Allradfahrzeuge gelangt man in 20 Minuten zurück zum Ausgangspunkt.

(aus MM 6/2016)

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