Blutiger Streit um Habseligkeiten: Deutscher Obdachloser tötet Mann

Der Bundesbürger lebte seit etwa 20 Jahren in dem 30.000-Einwohner-Ort Manilva in der Provinz Málaga

Blick auf eine Obdachlosen-Wohnstätte in Spanien. | Ultima Hora

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Ein deutscher Obdachloser ist in der Nähe der spanischen Hafenstadt Estepona festgenommen worden, weil er einen anderen Mann, der ihn offenbar bestehlen hatte wollen, tötete. Der Bundesbürger lebte seit etwa 20 Jahren in dem 30.000-Einwohner-Ort Manilva in der Provinz Málaga und hauste in einem leerstehenden Haus. In supermärkten agierte er als Bettler.

Wie spanische Medien meldeten, griff er sein Opfer an – einen etwa 30 Jahre alten Marokkaner – als dieses ihm seine wenigen Habseligkeiten entwenden wollte. Als der Deutsche merkte, wie schwer er den Mann verletzt hatte, rief er nach Hilfe. Die kam auch in Gestalt von Lokalpolizisten, die dem Opfer nicht mehr helfen konnten. Sie führten den Deutschen ab.

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Auch in Palma finden sich aus Deutschland stammende Obdachlose

Manilva befindet sich südwestlich von Estepona und Málaga in der Autonomieregion Andalusien. Auch in Palma finden sich aus Deutschland stammende Obdachlose. Sie betteln unter anderem an der Sant-Miquel-Fußgängerzone.

Das Problem der Obdachlosigkeit hat sich in den vergangenen Jahren auf Mallorca sehr verschärft – womöglich mehr als in anderen Teilen von Spanien. Das liegt an der Wohnungsnot auf der Insel. Viele Vagabunden hausen in Zelten, in Bretterverschlägen oder in Hauseingängen.