Inselrat bewilligt Zonenplan für Ferienvermietung

| | Mallorca |
Die Opposition hat sich gegen den Plan ausgesprochen.

Die Opposition hat sich gegen den Plan ausgesprochen.

Foto: UH

Der Inselrat hat am Freitag den Zonenplan für die Ferienvermietung endgültig verabschiedet. Erstmals darf die Vermietung in regulären Wohnungen erfolgen, allerdings ist die Erlaubnis auf bestimmte Inselzonen beschränkt.

In Zonen, die als gesättigt gelten, wie etwa Cala Rajada, Can Picafort oder Port d'Alcúdia, darf Wohnraum nur bis zu 60 Tage im Jahr, und zwar ausschließlich im Zeitraum von Juli bis August, vermietet werden.

Zunächst dürfen nur 20.000 von 30.000 verfügbaren Gästebetten für die Ferienvermietung bereitgestellt werden. Der Rest folgt, wenn der Interventionsplan im Bereich Tourismus (Plan de Intervención en Ámbitos Turísticos, PIAT) endgültig bewilligt ist. Damit soll in den kommenden zwei Jahren geschehen.

Die Opposition hat sich geschlossen gegen den Zonenplan ausgesprochen.


Kommentar

Nutzungsbedingungen

Rechtlicher Hinweis

» Der Inhalt der Kommentare spiegelt die Meinung der Nutzer wider, nicht die von mallorcamagazin.com

» Es ist nicht erlaubt, Kommentare abzuschicken, die gegen das Gesetz verstoßen oder unangebrachte, beleidigende oder ehrverletzende Inhalte haben.

» mallorcamagazin.com behält es sich vor, unangemessene Kommentare zu löschen.

* Pflichtfelder

Sina / Vor 16 Tage

Es ist wirklich ein administrativer Dschungel. Zudem ist das Gesetz nicht richtig durchdacht und sicherlich von einigen Gesetzestextschreibern auch nicht ganz uneigennützig verfasst worden. Alte Lizenzen bleiben unter den alten Konditionen bestehen? Die letzten beissen also die Hunde… Wer reich ist, soll reich bleiben: Hast du zwei Häuser, kannst du eines vermieten, gern auch ganzjährig. Hast Du nur eines, in welchem du selbst wohnst, darfst du nur 60 Tage im Jahr vermieten (wenn überhaupt) - Aber bitte nicht in der Hochsaison? Das ist doch genau die Zeit, in der es an Unterkünften fehlt! Und dann soll es doch tatsächlich Menschen geben, die nicht vermieten, weil sie so gern Fremde in ihrem Zuhause haben, sondern einfach und allein, weil sie es aus finanziellen Gründen machen müssen, um so die laufenden Kosten ihres Hauses, die Schulgelder und –materialen der Kinder sowie Gemeindesteuern, Heizung etc. decken zu können. Dass man für die Lizenz bezahlen soll, ist verständlich. Dass man zudem noch Steuern auf die Einnahmen bezahlen muss, ist auch noch verständlich; dass man aber die Lizenz nicht für jedes tatsächlich zu vermietende „Gästebett“ („plaza“) kaufen muss, sondern für alle „plazas“ des Hauses, macht keinen Sinn, (vor allem, wenn man Zimmer in seinen Hauptwohnsitz vermietet), denn so zahlt man ja für die Familie, die so oder so mit unter dem Dach lebt, gleich noch mit. Wenn man das als „Normalsterblicher“ mit nur einem selbst genutzten Haus also mal hochrechnet, für wieviel man das Zimmer vermieten muss, um tatsächlich die Lizenzkosten und alle weiteren laufenden Kosten decken zu können, kommt man zu dem Schluss, dass es sich gar ja nicht lohnt. Denn wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass man nahtlos alle sechzig Tage vermieten kann. Was bitte sollen denn die Touristen bei den hohen Kosten pro Nacht bezahlen? Das möchte die Regierung scheinbar auch damit erreichen, eine schwindende Attraktivität der privaten Ferienvermietung… Werden also noch mehr Hotels auf der Insel entstehen, um die touristische Nachfrage bedienen zu können?