Erster Schritt in Richtung Ferienvermietungsverbot

| | Palma, Mallorca |
Die Ferienvermietung in Palma de Mallorca soll auch in Zukunft nicht gestattet werden.

Die Ferienvermietung in Palma de Mallorca soll auch in Zukunft nicht gestattet werden.

Foto: Archiv Ultima Hora

Die Stadt Palma hat am Donnerstag die erste Hürde genommen, um die Ferienvermietung in Mehrfamilienhäusern im gesamten Stadtgebiet auch in Zukunft nicht zuzulassen. Ein entsprechender Beschluss wurde im Stadtrat gefasst.

Bauderzernent José Hila bekräftigte in der Sitzung erneut, dass das Verbot der Stadt "gut tun werden". Mit einer endgültigen Beschlussfassung ist im Frühsommer zu rechnen.

Die Stadtverwaltung von Palma hatte sich nach einem Jahr Beratung am Montag dazu entschieden, im gesamten Stadtgebiet keine Ferienvermietung von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern zuzulassen. (cze)

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MM-Redaktion / Vor 2 Monaten

Weitere Informationen zum Zonenplan der Ferienvermietung finden Sie hier:

https://mallorcamagazin.com/service/leben-und-arbeiten-auf-mallorca/immobilien-bau-kauf-miete/ferienvermietung-das-sind-die-sieben-zonen-fur-mallorca.html

Beste Grüße, Ihr MM-Team

Flormann / Vor 2 Monaten

Können Sie schon etwas zu den Zonenplänen (Orte) sagen, wo zunächst weiterhin Vermietungen in Mehrfamilienhäusern zugelassen sind?

Hajo Hajo / Vor 3 Monaten

Wer sich eigentlich keine Eigentumswohnung leisten kann, sollte sie nicht zu Lasten der Wohnqualität der anderen Mitbewohner und Eigentümer versuchen zu amortisieren. Und ggf. auch noch die Steuern hinterziehen. PUNKT ! In der Wohnanlage wo meine Schwester in DE wohnt ist das auch grundsätzlich durch die Eigentümerversammlung untersagt. Genau darum gehts in jedem Wohnblock in dem Menschen wohnen, die ausgeruht in der Frühe zur Arbeit gehen müssen und mit den Mitbewohnern in Frieden leben wollen. Und darauf bezieht sich auch die kritisierte Regelung.

bluelion / Vor 3 Monaten

Was bedeutet dieser Beschluß unter dem Strich? Die Finanzierung vieler Eigentumswohnungen, auch der von Mallorquinern, wird kippen. Konnten junge Einheimische noch bis vor kurzen sich Eigentumswohnungen leisten, da sie in den Sommermonaten wieder zu ihren Familien zogen und die eigene Wohnung an Feriengäste vermieteten, ist jetzt diese Kalkulationsgröße weg und die Bankkredite können nicht mehr bedient werden. Ich befürchte, das wird neue Okupas generieren, aber dieses mal aus der bürgerlichen Mitte. Deutsche Immobilienhaie könnten ihre überteuerten Wohnungen nicht mehr mit dem Geschäftsmodell "Untervermietung" los werden, was nicht schade ist. Die Immobilienpreise werden fallen, was gut ist. Ich befürchte aber, daß davon nicht die Einheimischen profitieren, sondern Spekulanten, die das Geld für einen langen finanziellen Atem haben. Und am Wohnungsmarkt werden die Vermietungen weiter hauptsächlich an Ausländer gehen - nicht mit kurzfristigen Verträgen, sondern mit Jahresverträgen, zu einem Preis, die sich die lokale Bevölkerung nicht leisten kann. Die Entscheidung ist daher m.E. ein Offenbarungseid einer unfähigen Politik, die nur Verbote kennt, aber nicht in der Lage ist den Wohnungsmarkt zum Wohle der einheimischen und touristischen Bevölkerung effektiv zu regulieren.