Am Dienstag, 18. Juni, fand der Spürhund "Rufo" die Seniorin nur wenige Hundert Meter von ihrem Wohnhaus entfernt. Foto: Feuerwehr Mallorca

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Die alles andere als reibungslos verlaufene Suche nach einer vermissten deutschen Seniorin schlägt weiter hohe Wellen. Zuletzt drohte Mallorcas Feuerwehr mit Protestaktionen, um den zuständigen Dezernenten des Inselrats zum Rücktritt zu bewegen. Auch die Oppositionsparteien forderten personelle Konsequenzen.

Die 77 Jahre alte in Sóller lebende Deutsche, die offenbar an Parkinson leidet, war am Sonntag, 16. Juni, verschwunden. Polizei und Feuerwehr leiteten noch am selben Tag eine Suchaktion ein. Laut Medienberichten forderten sie auch die Spürhundestaffel der Feuerwehr an.

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Der zuständige Dezernent, Francesc Amengual, soll dieses Ansinnen jedoch abgelehnt haben - um keine Überstunden zahlen zu müssen. Um zu klären, ob dies tatsächlich der Grund war, fordert die Opposition nun die Auswertung der Aufzeichnung des entsprechenden Telefonats.

Ohne Spürhunde blieb die Suche bis Dienstagmorgen erfolglos. Erst dann kamen ein Hundeführer und "Rufo" zum Einsatz. Der Vierbeiner benötigte Medienberichten zufolge exakt 22 Minuten, bis er die vermisste Frau gefunden hatte - nur wenige Hundert Meter von deren Wohnhaus entfernt.

Die Seniorin war offenbar gestürzt. Die Tageszeitung "Ultima Hora" berichtet, die Frau habe sich nur leichte Verletzungen sowie einen Sonnenbrand zugezogen. Sie sei jedoch dehydriert gewesen.