Sieht eher aus wie eine Musikbox als ein Satellit: der erste auf den Balearen entwickelte Satellit "Posidònia". | M. À. Cañellas

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Mallorca wird künftig seinen ersten eigenen Satelliten im All haben. Wie aus einer Meldung der MM-Schwesterzeitung "Ultima Hora" hervorgeht, soll der Satellit den Namen Posidònia tragen und voraussichtlich Mitte Februar 2026 vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida ins All abheben. Der Start soll durch das private US-Unternehmen SpaceX von Elon Musk durchgeführt werden.

Bei einer Präsentation im Technologiepark Parc Bit stellte Rafel Jordà, Gründer und CEO des Herstellerunternehmens Open Cosmos, das Projekt in Anwesenheit der balearischen Regierungspräsidentin Marga Prohens vor. Der Satellit, dessen Entwicklung und Bau etwa 4 Millionen Euro kosten soll, wiege 80 Kilogramm und sei kaum größer als ein durchschnittlicher Koffer: 480 x 510 x 850 Millimeter.

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"Zu jedem Zeitpunkt werden wissen, wie es um den technischen Zustand des Satelliten steht", sagte der leitende Ingenieur Tomeu Massutí am Mittwoch. "Damit können wir auf etwaige Probleme in Echtzeit erfahren." Doch nicht nur das. "Wir können seine Umlaufbahn bei Bedarf ändern und den Zeitpunkt seiner Rückkehr nach Ende seiner Lebensdauer bestimmen." Beim Eintritt in die Atmosphäre werde von Posidònia nicht viel übrig bleiben, "er wird verglühen", so Massutí.

Der Satellit soll in einer Höhe zwischen 500 und 600 Kilometern über der Erde kreisen und die Balearen stets zur gleichen Tageszeit überfliegen. Ein besonderes Merkmal sei die multispektrale Kamera, die etwa ein Viertel des Gesamtgewichts ausmache – rund 20 Kilogramm. Die Mindestlebensdauer des Satelliten wurde mit drei Jahren angegeben.

Den Namen Posidònia erhielt der Satellit nach einem Auswahlverfahren, an dem sich rund 50 Schulen der Inseln beteiligt hatten. Damit werden auf den Balearen die geschützten Seegraswiesen bezeichnet, die das Meer mit Sauerstoff versorgen und eine Lebensgrundlage für Fische, Schwämme und Algen darstellen.