Wasserpreise: Das teure Nass Mallorcas
Wer an öffentlichen Brunnen trinkt, muss nichts zahlen. | Patricia Lozano
Llucmajor, Mallorca31.03.19 00:00
Wenn aller zwei Monate die Wasserrechnung eintrudelt, muss Willibald Herster (Name von der Redaktion geändert) heftig schlucken. In den Sommermonaten zahlt er teilweise über 400 Euro fürs Wasser. „Klar, wir ha- ben ein Einfamilienhaus mit Garten”, fügt der MM-Leser aus Arenal (Llucmajor) an. Doch auffällig ist, dass ihm 2003 für einen ähnlichen Was- serbrauch lediglich 86 Euro in Rechnung gestellt wurden.
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4 Kommentare
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Bin mir nicht sicher ob der Artikel noch gelesen wird. Momentan haben wir Probleme mit Aqualia. Wir leben in Deutschland und unsere Ferienvermietung steht wie bei allen still. Nun haben wir, ohne anwesend gewesen zu sein, eine Rechnung von Oktober 20 bis Dezember 20, von fast 1000 Euro bekommen. Erst einmal haben wir uns geweigert zu Zahlen. Haben einen vermeintlichen Fehler auf der Rechnung gemeldet. Zu unserer Überraschung hat Aqualia kurz vor unserer Ankunft Ende März den Zähler ausgetauscht. Der wäre defekt! Wir konnten nun weder nachprüfen was falsch war, noch sehen ob das tatsächlich so ist. Wie stellt das Unternehmen so etwas fest, wenn praktisch kein Verbrauch da ist. Unserer Gestoria teilte man mit. Das durch den defekten Zähler der Wasserverbrauch vom Vorjahr als Schätzwert genommen werden darf. Unser großes Pech, unser Pool hatte in diesem Zeitraum 2019 ein Leck. Trotzdem macht mich das alles etwas stutzig. Vielleicht steckt da ja System hinter und andere hatten ähnliche Probleme?
Hauptsache Wasser ohne Ende für die scheiß Golfplätze verschwenden. Da müsste man den Liter mit 500 Euro berechnen.
Preise bestimmen sich teilweise nach Angebot & Nachfrage. Vielleicht würde es helfen, auf einen grünen Garten und den Pool zu verzichten, wie das 90 % der Bevölkerung auch tun. Zusätzlich könnte man die Wasserverschwendung durch Golfplätze halbieren - und schon fallen die Preise wieder. Wasser ist ein Lebensmittel & nicht für die Luxusbedürfnisse weniger da.
Ein Problem für den Wasserversorger könnte bei diesen Staffelpreisen dann entstehen, wenn die Kunden auf die Preisanreize reagieren und er im Vorfeld mit den Einnahmen in Folge hoher Verbräuche gerechnet hat. Dann brechen die Erlöse ein und dem Unternehmen fehlen die Deckungsbeiträge für die fixen Kosten, die durch Inventionen (Abschreibungen etc.) entstehen. Somit wird zwar weniger Wasser verbraucht, aber das Versorgungssystem würde massiv darunter leiden. Das ginge zu Lasten der Wasserqualität und Versorgungssicherheit - und dass in einer Urlaubsregion.