Matthias Kühn kündigt gegen Tagomago-Urteil Berufung an

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Tagomago liegt vor der Nordküste von Ibiza.

Tagomago liegt vor der Nordküste von Ibiza.

Foto: Archiv Ultima Hora

Ein Amtsgericht auf Ibiza hat den deutschen Immobilienunternehmer Matthias Kühn für schuldig befunden, auf dem Privatinselchen Tagomago bei Ibiza ohne Genehmigung Bauarbeiten ausgeführt zu haben. Der auf Mallorca lebende Kühn und ein weiterer Mitangeklagter wurden zu jeweils sechs Monaten Haftstrafe verurteilt, berichtete die spanische Tageszeitung Ultima Hora am Freitag online.

Matthias Kühn kündigte auf MM-Anfrage an, über seinen Anwalt Berufung gegen das Urteil einlegen zu wollen. Er sehe dem Verfahren mit "großer Gelassenheit" entgegen. Ohne seinen prominenten Namen wäre der Prozess auf Ibiza längst eingestellt worden, ist sich Kühn sicher. Er geht davon aus, dass die höhere Instanz in Palma das Verfahren endlich archivieren werde.

Nach dem Urteil des Amtsgerichts auf Ibiza dürfen die Verurteilten zudem zwei Jahre lang nicht aus Bauträger aktiv werden. Sie sollen darüber hinaus eine Geldstrafe von insgesamt 5400 Euro erhalten sowie die Gerichtskosten zahlen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, gegen die richterliche Entscheidung sind Rechtsmittel zulässig.

Die Anklage hatte den beiden Beschuldigten vorgeworfen, gegen Umwelt- sowie gegen Bauauflagen verstoßen zu haben. Der Richter sprach die Angeklagten vom ersten Vorwurf frei. Allerdings seien die Bauarbeiten ohne die behördliche Genehmigung erfolgt. Die beiden Beschuldigten hatten zwar einen Antrag auf eine Genehmigung für einen Umbau ("obra menor" – kleines Bauwerk) gestellt. Sie hatten jedoch vom Rathaus in Santa Eulària keine Antwort erhalten. Das sogenannte "Schweigen der Verwaltung" hätte in diesem Fall von den Bauherren nicht als Zustimmung gewertet werden dürfen, da die ausstehende Genehmigung offenbar noch eines Gutachtens des balearischen Umweltministeriums bedurfte.

Tagomago ist eine kleine Insel vor der Nordostküste von Ibiza, die von Immobilienunternehmer Matthias Kühn für besondere Anlässe vermietet wird. So hatte dort etwa TV-Lady Sabine Christiansen im Jahre 2008 ihren Lebensgefährten, dem französischen Jeans-Millionär Norbert Medus, geheiratet.

Auf dem Eiland sind lediglich ein Leuchtturm und ein Wohnhaus, eine Villa aus den 1980er Jahren, vorhanden. (as)

(aktualisiert um 16.51 Uhr)

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