Die "Todesstrecke" nach Campos wird ausgebaut

| Campos, Mallorca |
Auf der Ma-19 zwischen Llucmajor und Campos kommt es immer wieder zu schweren Unfällen.

Auf der Ma-19 zwischen Llucmajor und Campos kommt es immer wieder zu schweren Unfällen.

Foto: P. Lozano

Der Inselrat von Mallorca hat vergangene Woche einstimmig den Ausbau der Landstraße Llucmajor-Campos beschlossen. Sowohl die linke Regierungsmehrheit aus Sozialisten, Grünen und Podemos als auch die konservative PP und die Zentrumsparteien PI und Ciudadanos stimmten für die Erweiterung der Ma-19. Die Kosten werden sich auf rund 42 Millionen Euro belaufen. Bauzeit: zweieinhalb Jahre. Nach Fertigstellung ist Campos von Palma aus durchgehend per Autobahn oder Schnellstraße erreichbar.

Empört über die Abstimmung zeigten sich die Umweltschützer von Terraferida und dem GOB. Vor allem gegen die Regierungsparteien hegen sie Groll. Hintergrund: Eigentlich wollte der seit 2015 regierende Linkspakt die ursprünglichen Pläne der konservativen Vorgängerregierung zum Ausbau der Straße deutlich abspecken. Das nun beschlossene Vorhaben unterscheidet sich aber kaum noch davon, es sieht statt einer 43 Meter breiten eine 42 Meter breite Trasse vor.

Auf dem Gemeindegebiet von Ses Salines tauchten gar Schmierereien an einer Mauer auf, mit denen Inselratsmitglieder, insbesondere der aus der Ortschaft stammende Wirtschaftsdezernent Cosme Bonet, beschimpft wurden. Der Großteil der Inselbevölkerung jedoch scheint mit dem Bauprojekt einverstanden. In einer vom Inselrat in Auftrag gegebenen Umfrage sprachen sich knapp drei Viertel der Befragten für und zehn Prozent gegen die Schnellstraße aus. Der positive Ausgang der Befragung war auch zur Bedingung für die Abstimmung im Plenum gemacht worden.

Für viele Autofahrer bedeutet der Ausbau mehr Sicherheit, ist die alte Landstraße doch ein Unfallschwerpunkt. In den vergangenen Jahren war es dort immer wieder zu teils tödlichen Zusammenstößen gekommen, weshalb die Straße als "Todesstrecke" verrufen ist.

Kommentar

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Gecko / Vor 7 Tage

Es gibt Entscheidungen die eben wichtig sind. Vor allem wenn es um die Sicherheit der Menschen geht. Hier wurde ganz klar der beste Weg getroffen, eine Strecke die immer wieder Leid über Familien bringt, zu entschärfen. Auch wenn es den Umweltschützern nicht in den Kram passt, haben die noch lange nicht das Recht auf Kosten der CO2- Emissionen die Wände voll zu schmieren. Mal abgesehen vom Aufwand, diese Schmierereien von den Wänden abzulösen. Aber da hört der Umweltschutz anscheinend auf.